Die Wintergäste seien dank des leuchtend weißen Gefieders schon von weitem zu bewundern und leicht erkennbar. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sei der Vogel beinahe ausgerottet worden, sagte Manuela Brecht, Naturschutzreferentin beim NABU Brandenburg. Seine Schmuckfedern seien für Damenhüte verwendet worden. Die noch bestehenden Bestände sind demnach heute geschützt, haben sich erholt und erheblich ausgedehnt. Die Vögel leben von Südosteuropa bis in die Niederlande und Nordpolen.
In Brandenburg zählt der Silberreiher noch nicht zu den Brutvögeln. Bis 1975 waren Sichtungen äußerst selten. Wurden zwischen 1976 und 1980 nur 16 Tiere beobachtet, waren es 1998 schon 61 Tiere. Bei der diesjährigen Wintervogelzählung wurde der Silberreiher im Land 203 Mal registriert.