Voices of Brandenburg: Kickstart für den Traum-Job Journalismus – jetzt bewerben

Quereinstieg in den Journalismus: Mariya Druzyaka ist über das Programm „Voices of Brandenburg“ zum Journalismus gekommen. Jetzt arbeitet sie für die Lausitzer Rundschau und LR.de.
Luise Mösle- Mariya Druzyaka fand durch „Voices of Brandenburg“ ihren Weg in den Journalismus.
- Das Programm bietet ein bezahltes Volontariat mit 1400 Euro monatlich.
- Bewerbungen für die nächste Runde sind bis zum 31. Mai möglich.
- Teilnehmer erhalten Coaching und lernen Theorie sowie Praxis.
- Ziel ist es, mehr ostdeutsche Perspektiven in den Medien zu integrieren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dass sie es doch noch schafft, in ihrem Traum-Job zu arbeiten und Geld zu verdienen, hätte Mariya Druzyaka gar nicht mehr für möglich gehalten. Doch seit einigen Monaten ist die 31-Jährige in ihrer Heimatstadt Cottbus in Brandenburg als Reporterin für LR.de tätig. „Ich bin voll zufrieden, das ist ein gutes Team hier“, sagt die junge Frau.
Noch Anfang 2024 hat sie Soziale Arbeit, Kultur und Medien studiert. „Ich wollte schon in den Journalismus“, betont Mariya Druzyaka. Doch nachdem sie in Berlin ein schlecht bezahltes Praktikum bei einem Magazin gemacht hatte, hätte sie ihren Traum fast aufgegeben. „Ich konnte mir nur ein Praktikum leisten, aber das reicht nicht, um den Beruf kennenzulernen“, erklärt sie.
Start in den Journalismus – 1400 Euro im Monat verdienen
Dann entdeckte eine Freundin Werbung für „Voices of Brandenburg“ (deutsch: Stimmen von Brandenburg). „Das ist so was wie ein kleines Volontariat und wird sogar mit 1400 Euro im Monat bezahlt“, berichtet Mariya Druzyaka. Sie bewarb sich und wurde direkt genommen.
Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) hat das Programm 2024 als Pilotprojekt aufgelegt. Weil es so gut gelaufen ist, geht es jetzt in die neue Runde. „Wir suchen wieder sechs Voices und wieder geht das Projekt sechs Monate“, sagt Eva Flecken, die Direktorin der mabb. Start ist im September.
Aktuell läuft die finale Phase der Bewerbung – noch bis zum 31. Mai können sich journalistische Nachwuchstalente aus Brandenburg für das Coachingprogramm bewerben. In der Kurz-Ausbildung wechseln sich Theorie- und Praxis-Teil ab. Zudem bekommt jeder eine erfahrene Journalistin oder einen erfahrenen Journalisten als Coach an die Seite. „Jede Voice wird in den drei Praxis-Stationen lernen, wie man Beiträge schreibt, aber auch wie Filme und Audios gemacht werden“, berichtet Eva Flecken.
Journalismus – Nachwuchs soll in Brandenburg verwurzelt sein
Einzige Voraussetzungen: Interessenten müssen mindestens 18 Jahre alt sein und in Brandenburg verwurzelt. „Mit dem Projekt möchten wir mehr ostdeutsche Perspektiven in deutsche Redaktionen bringen“, erklärt die Direktorin. Vorkenntnisse seien nicht nötig, eine obere Altersgrenze gebe es nicht.
„Nach dem Programm habe ich mich bereit gefühlt für den Quereinstieg, hatte einfach Mut und Bock“, sagt Mariya Druzyaka begeistert. Das merken auch die Kollegen. „Sie ist gut, kann Texte gut formulieren, schwierige Themen einfach rüberbringen und Hintergründe beleuchten“, sagt Jan Siegel, ihr Chef vor Ort. „Drei der sechs Voices sind unmittelbar im Medienbereich untergekommen, die anderen wollten an die Uni zurück und nebenbei journalistisch arbeiten“, sagt Eva Flecken zufrieden.
Mehr Infos gibt es auf der Internetseite der Medienanstalt Berlin-Brandenburg unter dem Stichwort Voices of Brandenburg.

