Die Netzhoppers KW-Bestensee haben den ersten Titelgewinn in ihrer Vereinsgeschichte verpasst. Im Finale um den deutschen Volleyball-Pokal unterlagen die Brandenburger den United Volleys Frankfurt am Sonntag in der leeren Mannheimer Arena mit 0:3 (23:25, 21:25, 22:25). Die Hessen erwiesen sich über weite Strecken als das reifere Team mit dem besseren Angriffsverhalten.
Im ersten Satz hatten beide Mannschaften ihre Höhen und Tiefen. 2:6 lagen die Netzhoppers anfangs zurück, fingen sich aber und verschafften sich durch einen Punkt des Esten Karli Allik schließlich eine komfortable 19:14-Führung. Doch mit einem Ass von Tim Grozer stellten die Hessen beim 21:21 den Gleichstand wieder her, der ihnen den nötigen Auftrieb zum Satzgewinn gab.
Bei den Netzhoppers konnte Byron Keturakis nach wochenlanger Verletzungspause erstmals wieder als Zuspieler mitwirken. Obwohl der Kanadier mehrfach eindrucksvoll seine Führungsqualitäten unter Beweis stellte, riss bei seinem Team nach einem Zwischenstand von 20:20 in der Endphase des zweiten Durchgangs der Faden. In der Crunchtime dominierten wieder die Frankfurter. 
Dreimal hatten die Netzhoppers in den vorherigen Pokalrunden gegen renommierte Gegner einen 0:2-Satzrückstand drehen können. Dazu ließen es die hellwachen Frankfurter um ihren 37-jährigen Routinier Jochen Schöps im Finale aber nicht kommen. Mit kleineren Abstimmungsproblemen in der Annahme sowie fehlender Konsequenz im Abschluss kamen die Brandenburger ihrem Kontrahenten allerdings auch unfreiwillig entgegen. Im dritten Satz lief das Team von Trainer Christophe Achten dauernd Rückständen hinterher und musste sich mit dem dritten Matchball schließlich geschlagen geben.

Potsdamer Volleyballerinnen verlieren gegen Schwerin

Auch im zweiten Pokalfinale des Tages musste sich das Brandenburger Team geschlagen geben. Die Volleyballerinnen vom SC Potsdam verpassten den Triumph im DVV-Pokal. Die Brandenburgerinnen verloren in der Mannheimer SAP-Arena ggen den SSC Palmberg Schwerin überraschend klar mit 0:3 (19:25, 13:25, 18:25). Während sich die Potsdamerinnen bei ihrer ersten Finalteilnahme nicht belohnen konnten, war es bereits der siebte Pokalerfolg der Mecklenburgerinnen. Die vergangenen vier Duelle beider Mannschaften in der Bundesliga waren jeweils über fünf Sätze gegangen und hatten einen engeren Spielverlauf vermuten lassen.