Voting: Rudi aus Hennigsdorf ist der "Brandenburger der Woche"

Rudi aus Hennigsdorf
Selbstbildnis- Rudi aus Hennigsdorf feierte seinen 70. Geburtstag mit einer Reise durch Australien.
- Er fotografierte den Uluru/Ayers Rock und präsentierte seine Bilder in einer Ausstellung.
- Rudi lernte Englisch bei der VHS, nachdem er es auf einer Radtour benötigte.
- Seine Fotos sind auf alten Autoglasscheiben gezogen und hängen schief.
- Bewerbungen für "Brandenburger des Monats" sind bis 2026 möglich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Pfalz geboren, verschlug es den gelernten Bäcker mit Zwischenstationen als Polizeivollzugsbeamter, Maler und Lackierer sowie als Verwaltungsangestellter in verschiedenen Bundesministerien 2019 - eine Trennung hinter sich lassend - nach Hennigsdorf. „Hier habe ich zum 1. Mal in meinem Leben ein Zuhause gefunden“, schreibt uns der 70-jährige Rudi.
„In meiner Schulzeit durften nur die Besten im Deutsch-Unterricht Englisch lernen und als Legastheniker gehörte ich nicht dazu. Trotzdem wollte ich bereits 1972, mit dem Gesellenbrief als Bäcker in der Tasche, einen Einwanderungsantrag für Australien stellen. Zu dem Zeitpunkt wurden aber nur Bäckermeister zur Einwanderung gesucht. Und ‚Work and Travel‘ gab es damals noch nicht. Dennoch, der ‚Virus Australia‘ war geweckt, aber bis 2022 sehr gut zwischen meinen Ohren verpackt und verschlossen. 2022 auf meiner 3000-km-Radtour ‚Rheingold‘ war ich zum 1. Mal in meinem Leben gezwungen, Englisch zu sprechen. Junge Menschen an der Rezeption an der Nordseeküste konnten so viel Deutsch wie ich Englisch. Am selben Abend habe ich mich zum Englisch-Unterricht bei der VHS angemeldet. Nun war der Traum da, zwei Jahre später, zu meinem 70. Geburtstag, Australien zu bereisen und den bekanntesten Berg des Landes, den Uluru / Ayers Rock zu fotografieren. Es wurde eine fotografische Expedition.“
40 Tage lang tourte er durchs Land. Und Anfang 2025 ging auch sein Wunsch in Erfüllung, seine Fotos und Videos aus Australien in einer Ausstellung zu präsentieren – zunächst in Zühlsdorf unter dem Titel: „Australia for beginners“. Dort hatte er bereits in Ausstellungen von seinen langen Radtouren berichtet. „Natürlich werden meine Fotos auch wieder schief hängen - wegen der 2 Grad Erderwärmung. Das ist aber noch nicht alles: Alle Motive sind auf alten Autoglasscheiben gezogen.“
„Den Augenblick festzuhalten und damit auch anderen die Schönheit unserer Umgebung zu zeigen, ist mir zu einer Herzensangelegenheit geworden. Das Fotografieren habe ich bereits in der Hauptschule ab der 7. Klasse gelernt. Es war immer Bestandteil meines Lebens, aber nicht der Fokus im Beruf. So waren diese Aktivitäten während meiner Berufstätigkeit auf ein Minimum reduziert, wohl wissend, dass sich dies mit dem Wechsel in die Rente ändern wird. Mit der Fotografie die Natur, die Umwelt wahrzunehmen, die fotografischen Ergebnisse mit Holz (so wie die Natur es liefert) zu verbinden und etwas Neues zu schaffen, ist eine Herausforderung, die mir große Freude bereitet. Dies ergänzt sich wunderbar mit der Bewegung in der Natur, z. B. beim Wandern, auf meinen Radtouren oder Reisen. Meine frühere Schule hatte ein modernes Fotolabor und einen Lehrer, der selbst als Fotograf aktiv war und heute noch ist. Ihm war es wichtig, unseren Blick auf das ‚Lohnenswerte‘ zu richten, zu wecken, zu schärfen, zu schulen und dies zu fotografieren. Dass dieses Training mein Leben so nachhaltig beeinflussen würde, konnte ich damals nicht ahnen!“
Wer wird Brandenburgerin bzw. Brandenburger des Monats?
Und so machen Sie mit.
Sie sind auch Brandenburgerin beziehungsweise Brandenburger mit Leib und Seele und wollen das allen zeigen? Dann bewerben Sie sich mit einem aussagekräftigen Foto (mindestens 400 kb) und ein paar netten Zeilen zu sich selbst unter bbw@moz.de. Alle abgebildeten Personen, deren Foto veröffentlicht wurde, sind auch bei der monatlichen Online-Wahl unter www.moz.de/bbw dabei. Dieses Voting beginnt jeweils am 1. Sonntag des Folgemonats um 0.00 Uhr und endet zwei Wochen später am Sonntag um 24.00 Uhr. Alle Sieger des Monats-Votings nehmen an der Wahl „Brandenburgerin beziehungsweise Brandenburger des Jahres“ Anfang 2026 teil. Die drei Erstplatzierten erhalten lukrative Preise.