Warnstreik in der Abfallwirtschaft am 9.3.: Berlin, Brandenburg und Sachsen betroffen

Eine Fahne der Gewerkschaft Verdi weht vor einem Stoppschild.
Stefan Puchner/dpa- Am 9. März 2026 Warnstreik bei Veolia in mehreren Bundesländern.
- Betroffen: Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen, Thüringen.
- Verdi fordert 300 Euro mehr, Erfahrungsstufen und Zulagen, Laufzeit 12 Monate.
- Veolia: Löhne über Mindestlohn, sucht faire Lösung, bleibt gesprächsbereit.
- Nächste Verhandlungsrunde am 23. März in Leipzig; 1.400 Beschäftigte betroffen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim Umweltdienstleister Veolia hat am 9. März 2026 in mehreren Bundesländern ein eintägiger Warnstreik begonnen. Betroffen sind Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Thüringen. Als Grund gab die Gewerkschaft Verdi fehlende Verhandlungsbereitschaft des Arbeitgebers in den laufenden Tarifverhandlungen an. Mit einer angebotenen Erhöhung von 45 Cent pro Stunde bleibe das Angebot nicht nur deutlich unter der Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns um 1,08 Euro, sondern lasse den Abstand zwischen Tariflöhnen und gesetzlichem Mindestlohn weiter deutlich schrumpfen, hieß es.
Die Veolia Umweltservice Ost GmbH ist ein Umweltdienstleister, der sich vor allem um Abfallsammlung, Entsorgung und Recycling kümmert. Das Unternehmen arbeitet für Kommunen, Unternehmen und Industrie und organisiert zum Beispiel Containerdienste, Wertstoffsammlung, Betrieb von Recyclinghöfen sowie die Verwertung von Abfällen zu neuen Rohstoffen. Ziel ist es, Abfälle möglichst wiederzuverwerten und Ressourcen in einer Kreislaufwirtschaft zu nutzen.
Gewerkschaft will für Beschäftigte 300 Euro mehr im Monat
Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Entgeltes um 300 Euro pro Monat und die Einführung von Erfahrungsstufen sowie Regelungen zu Erschwernis- und Schmutzzulagen. Sie strebt eine Laufzeit von zwölf Monaten an.
Unternehmen hält Darstellung von Verdi für irreführend
Die Veolia Umweltservice Ost GmbH hält die Darstellung von Verdi für irreführend. „Wir zahlen Tariflöhne, die deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen und sich an Branchenstandards orientieren“, teilte das Unternehmen mit. „Wir suchen nach Lösungen, die fair für unsere Mitarbeitenden sind und gleichzeitig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens berücksichtigen.“
Arbeitgeber kündigen Gesprächsbereitschaft an
„Unsere Mitarbeitenden leisten täglich hervorragende Arbeit - oft bei Wind und Wetter, in körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten und mit großem Einsatz für eine Dienstleistung, die meist als selbstverständlich wahrgenommen wird, solange alles funktioniert. Diese Leistung verdient Anerkennung und faire Bezahlung“, erklärte Veolia-Geschäftsführer Robert Menzer. Man sei weiterhin gesprächsbereit und strebe eine faire Lösung für beide Seiten an.
Die nächste Verhandlungsrunde ist am 23. März in Leipzig. In den vom Warnstreik betroffenen Bundesländern sind nach Angaben von Verdi 1.400 Veolia-Beschäftigte tätig.
