In Brandenburg sind seit dieser Saison erstmals drei FSME-Risikogebiete aufgrund der Zeckengefahr ausgewiesen. Die Ausweisung der Gebiete sei Grundlage für gezielte Präventionsmaßnahmen, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Das Robert-Koch-Institut benannte die drei Landkreise Oder-Spree, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße, wo sich Tiere ausbreiteten. Zecken können die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.
Bundesweit gibt es 175 Risikogebiete. Die Zahlen sind abhängig von der Witterung und dem vermehrten Aufenthalt im Freien, was mögliche Kontakte mit Zecken begünstigt.
Seit 2019 wurden in Brandenburg 13 FSME-Fälle nach Angaben des Ministeriums gemeldet, bei acht wurde angegeben, dass es sich um einen Zeckenstich gehandelt habe.
Die Ständige Impfkommission empfehle die Impfung nur für Personen, die in Risikogebieten unterwegs seien, hieß es. Die Impfung schützt aber nicht vor der ebenfalls von Zecken übertragenen Borreliose. Seit 2019 wurden in Brandenburg knapp 4700 Borreliose-Fälle gemeldet. Im Vorjahr waren es knapp 1400 und in diesem Jahr bereits 82.
Als Vorbeugung vor Zeckenstichen empfiehlt der RKI-Ratgeber, möglichst viel Körperoberfläche zu bedecken sowie die Verwendung des Abwehrmittels mit dem Wirkstoff Icaridin. Nach dem Aufenthalt in der Natur sollte der Körper sorgfältig abgesucht werden.
Zecken leben bevorzugt in Flächen mit hohem Gras oder Büschen.