MOZ+MOZ+Wasser in Brandenburg
: Spree und Schwarze Elster in Not –Speicher schon angezapft

Im Oberlausitzer Bergland und in der ganzen Lausitz ist es trocken wie lange nicht. In Spree und Schwarzer Elster fehlt Wasser. Das hat schon Folgen.
Von
Kathleen Weser
Cottbus
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Die Talsperre Spremberg ist nach ergiebigen Niederschlägen wieder fast voll Wasser.

Luftaufnahme vom 15. Juni 2022
Spremberger Stausee
Klein Döbbern
Blick auf die Staumauer.

Weniger Wasser aus der Spree

Die Situation der Grund- und Oberflächengewässer im mittleren Spreegebiet ist weiterhin sehr angespannt. So ist der zur Niedrigwasserbewirtschaftung  im Spreegebiet maßgebende Bezugspegel in Leibsch seit dem 5. August unter den Schwellenwert von 1,5m³/s gefallen. Daher kann es in den nächsten Tagen und Wochen zu deutlich sichtbaren Folgen vor allem in kleineren Gewässern und Gräben im Stadtgebiet kommen.

Zudem kann die für die Wasserführung der Spree maßgebliche Abgabe aus der Talsperre Spremberg nur bis Ende August auf dem jetzigen Niveau gehalten werden. Die Reserven in den sächsischen Speichern werden bereits seit dem 11. Mai zur Niedrigwasseraufhöhung (NWA) herangezogen.

Niederschläge fehlen in Südbrandenburg seit Monaten. Die Talsperre Spremberg muss deshalb massiv Wasser für die Spree abgeben. Denn am Übergabe-Pegel Leibsch bei Königs Wusterhausen wird das Wasser im Fluss zu knapp. Das gefährdet die Trinkwasserversorgung in Berlin.

Michael Helbig