MOZ+MOZ+Wasser in Brandenburg
: Vierte Reinigungsstufe für Abwasser – warum das Land zögert

Die vierte Reinigungsstufe eliminiert Mikroschadstoffe und ermöglicht die Nutzung von Abwasser. In Brandenburg wurde sie auf Eigeninitiative schon getestet. Doch die Pläne bleiben weiterhin in der Schublade – warum?
Von
Katharina Schmidt
Neuruppin/Cottbus
Jetzt in der App anhören
Abwasser wird im letzten Schritt der Aufbereitung in den Nachklärbecken der Kläranlage Halle-Nord behandelt. Die Kläranlage gilt als eine der modernsten biologischen Großkläranlagen ihrer Art. Bis zu 75.000 Kubikmeter Abwasser kann die Anlage am Tag reinigen. Auf die mechanische Reinigung folgt die biologisch-chemische Aufbereitung mit der Klärschlammbehandlung im Anschluss. Bis zu 98 Prozent der Schadstoffe werden so aus dem Abwasser entfernt, bevor dieses in die Saale abgegeben wird. Am Samstag (17.05.2025) laden die Stadtwerke Halle/Saale interessierte Besucher in die Anlage ein. Der Erlebnistag bietet einen Blick in die Welt der Abwasserbehandlung aber auch Experimente und ein Toilettenrennen zur sportlichen Herausforderung der großen und kleinen Besucher. +++ dpa-Bildfunk +++

Abwasser wird in einem Klärwerk behandelt: Bis 2045 soll eine vierte Reinigungsstufe, die Spurenstoffe aus Medikamenten und Kosmetika entfernt, für einige Klärwerke verpflichtend werden. Das würde auch die Wiederverwendung ermöglichen und Trinkwasser sparen. Das Land Brandenburg zögert.

Hendrik Schmidt/dpa