Wohnung in Berlin und Brandenburg
: So hoch ist die Miete im Vergleich nach Landkreisen

Wohnen wird zum Luxus: Eine Studie zeigt, dass die Angst vor steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten die Deutschen am meisten beunruhigt. Ist ein Umzug nach Brandenburg die Lösung?
Von
Claudia Duda, dpa
Potsdam
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Viele Menschen in Brandenburg sorgen sich, dass die Miet-Kosten immer stärker ansteigen. So hoch sind die Mieten zurzeit in den Landkreisen. (Symbolbild)

Dieter Assmann/dpa

Wie lange kann man sich die Miete noch leisten? Die Ängste der Bundesbürger werden dieses Jahr vor allem von Geldsorgen bestimmt. Das ergab kürzlich die Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“. Demnach steht die Angst vor stark steigenden Lebenshaltungskosten laut der repräsentativen Umfrage auf Platz eins der größten Sorgen. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie sich vor anziehenden Preisen fürchteten. Sechs von zehn Deutschen (60 Prozent) haben demnach Angst, dass Wohnen unbezahlbar wird.

Vor allem die Kosten für eine Wohnung in Metropolregionen und Großstädten können sich viele Familien nicht mehr leisten. Die monatliche Kaltmiete verschlingt in vielen Vierteln der sieben größten deutschen Städte mittlerweile mehr als ein Drittel des durchschnittlichen Einkommens. Das größte Missverhältnis zwischen Nettoeinkommen und Mietkosten gibt es nach kürzlich veröffentlichten Analyse des Datendienstleisters 21st Real Estate in Berlin.

Wohnungssuche in Berlin: Analyse deckt Missverhältnis zwischen Einkommen und Mieten auf

In der Hauptstadt sind demnach einerseits die verlangten Kaltmieten hoch und andererseits die Durchschnittseinkommen relativ niedrig. Die durchschnittliche Kostenquote für die gesamte Stadt beziffert das Unternehmen — das in Berlin ansässig ist — auf 32 Prozent.

Die Analyse beruht einerseits auf der Auswertung von 271.000 online veröffentlichten Wohnungsinseraten, andererseits auf nach „Mikrolagen“ in Straßen und Vierteln aufgegliederten Einkommensberechnungen. Grundlage waren Einkommensdaten des Marktforschungsinstituts GfK. Angebotsmieten sind zwar keine abgeschlossenen Mietverträge, doch lassen sich angesichts des großen Andrangs nach knappen Wohnraum nur wenige Vermieter auf Preisnachlässe ein.

Mietspiegel–Vergleich: Ist Wohnen in Brandenburg günstiger als in Berlin?

Lohnt es sich also, die Hauptstadt zu verlassen und eine Wohnung in Brandenburg zu suchen? Wie hoch sind zurzeit die Mieten in dem Bundesland? Zum Vergleich: Der aktuelle Mietspiegel für Berlin weist eine Durchschnittsmiete von 14,29 Euro pro Quadratmeter aus. In den beliebtesten Lagen werden Mietpreise von durchschnittlich 28,13 Euro pro Quadratmeter aufgerufen und in günstigen Lagen beträgt die Miete pro Quadratmeter 8,41 Euro in Berlin.

Laut einer Analyse des Immobilienanbieters Jacasa sind auch die Mietpreise in Brandenburg sehr unterschiedlich. Vor allem in den Hauptstadt–nahen Regionen müssen Mieter mit ähnlichen Preisen wie in Berlin rechnen.

Mietpreise in Brandenburg: Wo finden Mieter die günstigsten Wohnungen?

So beträgt der durchschnittliche Mietpreis in Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam laut dem Maklerportal Jacasa 23 Euro pro Quadratmeter. Die günstigsten Wohnungen gibt es in der Prignitz mit 8 Euro pro Quadratmeter. Im oberen Drittel liegen die Mieten in Oberhavel, Havelland, Dahme–Spreewald und Potsdam–Mittelmark mit 16 Euro pro Quadratmeter. Günstig ist es dagegen in der Uckermark, Spree–Neiße und Oberspreewald–Lausitz mit 9 Euro Quadratmeter.

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