ZF in Brandenburg
: Werk wird 850 Stellen streichen – wann die Kündigungen beginnen

Der Autozulieferer ZF will 850 Stellen streichen. Betroffen ist das Werk in Brandenburg an der Havel. Wann werden die Kündigungen beginnen?
Von
dpa
Brandenburg an der Havel
Jetzt in der App anhören
Der Eine Fahne mit dem Logo der ZF-Friedrichshafen AG weht vor dem ZF-Forum in Friedrichshafen, während sich im Hintergrund ein Gewitter zusammenbraut. (Die Fahne wurde von der Seite angeblitzt.) Am Donnerstag findet die Virtuelle Pressekonferenz zu Halbjahreszahlen von ZF statt. +++ dpa-Bildfunk +++

Das ZF-Forum in Friedrichshafen, wo der Autozulieferer seinen Hauptsitz hat. Das Unternehmen hat nun angekündigt, 850 Stellen in dem Werk in Brandenburg an der Havel abzubauen. Wie sieht der Fahrplan für die Kündigungen aus?

Felix Kästle/dpa
  • ZF streicht bis 2028 bis zu 850 Stellen in Brandenburg an der Havel.
  • Derzeit sind dort etwa 1.600 Mitarbeiter beschäftigt.
  • Bis 2025 sollen 200-450 Stellen, bis 2028 weitere 400 Stellen wegfallen.
  • Gespräche mit Arbeitnehmervertretern sollen sozialverträgliche Lösungen finden.
  • In Deutschland plant ZF insgesamt bis zu 14.000 Stellenabbau.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Ausmaß des geplanten Stellenabbaus des Autozulieferers ZF am Standort in Brandenburg an der Havel ist inzwischen konkreter. Es droht nach Unternehmensangaben ein Wegfall von bis zu 850 Vollzeitstellen bis 2028. Das Getriebewerk beschäftigt nach Unternehmensangaben rund 1.600 Mitarbeiter. Am Mittwochnachmittag ist laut Gewerkschaft eine Betriebsversammlung im Werk in Brandenburg an der Havel geplant.

Eine Sprecherin von ZF in Friedrichshafen teilte mit, das Unternehmen gehe davon aus, dass sich - je nach Marktentwicklung - die Zahl um etwa 200 bis 450 Vollzeitstellen bis 2025 reduziere, und von 2025 bis 2028 um etwa 400. Am Standort in Brandenburg würden aktuell Gespräche geführt, um mit der Arbeitnehmervertretung „die möglichst sozialverträgliche Umsetzung“ zu prüfen.

IG Metall Oranienburg-Potsdam weiß von Gesprächen nichts

Die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Oranienburg-Potsdam, Stefanie Jahn, sagte, von solchen Gesprächen sei ihr derzeit nichts bekannt. Sie erwartet, dass die Belegschaft bei der Betriebsversammlung über die Pläne für einen Stellenabbau informiert werde.

In Deutschland will der Autozulieferer ZF mit Hauptsitz in Friedrichshafen am Bodensee in den kommenden Jahren bis zu 14.000 Stellen streichen. Bei dem Unternehmen sind rund 54.000 Menschen in Deutschland beschäftigt. In der Branche stecken auch andere große Zulieferer sowie Autobauer in der Krise.

Derzeit hält der Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie an. Auch Beschäftigte des ZF-Werks in Brandenburg an der Havel waren vor Tagen in den Warnstreik getreten.