Zu Gefahren beim Baden
: Oft ist es Leichtsinn

Wer seinen Nachwuchs schützen möchte, sollte dafür sorgen, dass die Kleinen bis zum Schulanfang über Wasser halten können.
Von
Kerstin Macht
Frankfurt (Oder)
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Kerstin Macht

MOZ/Gerrit Freitag

Während es jedoch im Freibad Schwimmmeister als Aufsichtspersonen gibt und bei Unwohlsein, Krampf oder Überforderung der rettende Beckenrand nicht weit ist, kann der Badespaß in einem See schnell gefährlich werden, vor allem wenn man allein in dem Gewässer unterwegs ist.

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland laut DLRG mindestens 504 Menschen bei Badeunfällen gestorben, 100 mehr als im Jahr davor. Grund ist zum einen das gute Wetter, zum anderen aber oft auch Leichtsinn. Denn 86 Prozent der Todesfälle haben sich an ungesicherten Badestellen in Flüssen, Seen oder Kanälen ereignet. Ein schlichtes Badeverbotsschild hält wohl die wenigsten davon ab, ins Wasser zu gehen, wenn die Sonne von oben herunterbrennt. Das kann aber zum unkalkulierbaren Risiko werden, besonders wenn man bedenkt, dass inzwischen nur noch 40 Prozent der Sechs– bis Zehnjährigen sicher schwimmen können.

Wer seinen Nachwuchs schützen möchte, sollte zum einen dafür sorgen, dass sich die Kleinen bis zum Schulanfang gut über Wasser halten können und zum anderen bewachte Badestellen aufsuchen.