Zukunftspreis Brandenburg 2024
: Diese zwölf Unternehmen stehen im Finale

89 Unternehmen haben sich für den Zukunftspreis Brandenburg 2024 beworben. Die Konkurrenz ist hart. Jetzt hat die Jury ihre Auswahl getroffen. Zwölf Unternehmen stehen im Finale. Welches es sind und wie sie überzeugen wollen.
Von
Manja Wilde
Frankfurt (Oder)/Cottbus
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Mit dem wichtigsten Wirtschaftspreis Brandenburg ausgezeichnet: Sechs Märkische Unternehmen setzten sich gegen 76 Mitbewerbern beim Zukunftspreis Brandenburg durch. Zudem wurde ein Ehrenpreis verliehen.

Mit dem wichtigsten Wirtschaftspreis Brandenburg ausgezeichnet: Sechs Märkische Unternehmen setzten sich gegen 76 Mitbewerbern beim Zukunftspreis Brandenburg durch. Zudem wurde ein Ehrenpreis verliehen.

Wer wird 2024 als Preisträger auf der Bühne des Zukunftspreises Brandenburg stehen? Die erste Hürde ist genommen – aus 89 Unternehmen hat die Jury 12 Finalisten nominiert. Insgesamt hat der Zukunftspreis über die Jahre bereits 181 Gewinner hervorgebracht. Wie diese Unternehmensvertreter 2021.

Thomas Goethe/Marco Thierbach

Spezialisten für den Schutz vor Cyberangriffen, Event-Agenturen, Möbel-Hersteller, Tiefbau-Unternehmen – die Firmen, die sich für den „Zukunftspreis Brandenburg 2024“ beworben haben, sind in ganz unterschiedlichen Branchen tätig. Sie alle entwickeln und produzieren besondere Produkte oder haben innovative Strategien für Mitarbeiter- und Kunden-Management. So wie in den 19 Jahren zuvor.

Der erste Zukunftspreis wurde im Jahr 2004 für die Region Ostbrandenburg vergeben. Initiatoren waren die IHK Frankfurt (Oder) und die Märkische Oderzeitung. Im Laufe der Jahre kamen weitere Partner hinzu, darunter Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, die Investitionsbank des Landes, die Wirtschaftsförderung und die Lausitzer Rundschau.

Zukunftspreis Brandenburg – Finale findet am 22. November statt

Nun feiert der begehrte Preis seinen 20. Geburtstag. Die Konkurrenz ist hart. 89 Unternehmen aus Brandenburg haben sich beworben. 12 Unternehmen haben den Sprung ins Finale geschafft.

Die Hauptjury hat sie für das Finale am 22. November im Hotel Holiday Inn Berlin Airport Conference Centre in Schönefeld nominiert. Dort werden die sechs Preisträger gekürt.

Die Nominierten stehen bereits für herausragende Leistungen in der Ausbildung, bei der Nachfolge, im Umgang mit Innovationen und Mitarbeitern oder bei der Herstellung von nachhaltigen Produkten. Kleinere Unternehmen mit sechs Mitarbeitern sind ebenso vertreten wie größere Firmen mit über 200 Beschäftigten. „Sie eint die Leidenschaft und Verbundenheit zur Heimat und ihren Menschen sowie der Wille, auch in konjunkturschwachen Zeiten nach vorn zu schauen“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung der Initiatoren, die Manja Bonin, die Geschäftsführerin der Zukunftspreis GbR, am Mittwoch (3.7.) verschickt hat.

Unternehmer machen Mut und investieren in die Zukunft

Der Zukunftspreis Brandenburg würdigt besondere unternehmerische Leistungen. Und damit Beispiele, die Mut machen: kreative, aktive und innovative Unternehmerinnen und Unternehmer, die auch in schwierigen Zeiten die Ärmel hochkrempeln und in die Zukunft investieren.

Die sechs Unternehmen, die am 22. November als Gewinner gekürt werden, erhalten neben einem hochwertigen Imagefilm eine mediale Präsenz, eine Stele, eine Urkunde sowie das Recht, mit dem Label Gewinner „Zukunftspreis Brandenburg“ für sich zu werben.

Zukunftspreis Brandenburg 2024 – die Nominierten

Paulinenhof Seminarhotel aus Bad Belzig: Das junge und motivierte Team hat es geschafft, in sehr kurzer Zeit das Paulinen Hof Seminarhotel zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Tagungsmarktes im Großraum Berlin zu etablieren. Mit frischen Ideen und einem Fokus auf sinnvoller Digitalisierung überzeugt das Team mit Professionalität und Authentizität. Veranstaltungsformate von 2 bis 200 Personen – ob Business Meeting, hybride Tagung oder Hochzeitsfeiern – sind möglich.

Teamgeist AG aus Heidesee: Teamgeist ist führender Anbieter für Team-Events, Teambuilding-Maßnahmen und Motivationsprogramme in Deutschland. Gründer Michael Haufe fing 1992 mit regionalen Team-Events auf dem Wasser an. Im Laufe der Zeit baute er mit seiner Ehefrau Isabel Haufe die heutige Teamgeist Group mit über 120 Mitarbeitenden an acht Standorten in Deutschland und zwei in Österreich und der Schweiz sowie Büros in Übersee auf. Am Wolziger See entwickelt er mit der Trainings- und Eventlocation 360° das Herzstück des Unternehmens.

KostKutscher GmbH aus Schwedt: Ein Lieferdienst auf dem Lande in der Uckermark – kann das funktionieren? Die KostKutscher GmbH beweist es seit 2023 durch die Lieferung von Speisen und Getränken sowie weiterer regionaler Produkte. Hier steht im Fokus, die Artikel aus der Region zu beziehen und bis an die Haustür der Kunden in der Uckermark zu bringen. Dabei wird die Auslieferung mit der Warenbeschaffung nachhaltig und effizient kombiniert. Ergänzt wird das Angebot mit der Versorgung von Ferienwohnungen sowie bei Wanderungen / Radtouren.

Meat Bringer GmbH aus Wildau: Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, regionales Fleisch von Premium-Qualität in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Bauern und Fleischern aus der direkten Nachbarschaft zu produzieren und dieses Kunden aus dem Großraum Berlin zu bezahlbaren Preisen zugänglich zu machen. Wichtig sind: kurze Wertschöpfungsketten, Tierwohl, kaum Transport, Nachhaltigkeit, Top-Qualität und die Sensibilisierung für die sozialen, ökologischen und ökonomischen Vorteile der regionalen Landwirtschaft.

Gesche Brunnenbaugesellschaft Lebus mbH aus Schönfließ: Ob Brunnenbau, Grundwasserabsenkung oder Geothermie: Das Unternehmen ist ein jahrzehntelanger Partner in allen Bereichen der modernen Brunnenbau- und Bohrtechnik. In den zurückliegenden Jahren hat sich Gesche zunehmend dem Thema Löschwasserversorgung zugewandt und eine Vielzahl von Löschwasserbrunnen errichtet. Die Ausbildung junger Menschen gehört zur DNA des Handwerksbetriebes.

SYSTEMA Gesellschaft für angewandte Datentechnik mbH aus Potsdam: Der Mittelständler ist Partner für KRITIS-IT-Lösungen. Als Digitalisierungspartner für Betreiber kritischer IT-Infrastrukturen in Deutschland, hat sich das Unternehmen das Ziel gesetzt, Kunden in Zeiten der doch bedrohlich wirkenden IT-Welt bestmöglich und verlässlich zur Seite zu stehen. Seit vielen Jahren wird in die Mitarbeiter, in die Infrastruktur und in die Erweiterung investiert.

rentevent GmbH aus Bernau: Das Unternehmen bietet eine breite Palette an Dienstleistungen im Bereich Veranstaltungstechnik, Messebau, Eventlogistik und digitalen Veranstaltungen an und hat frühzeitig auf die sich verändernden Anforderungen in der Livekommunikation reagiert. Regionalität, familienfreundliche Arbeitsbedingungen und digitale Transformation von kommunalen Gremien während der Pandemie unterstreichen die Innovationskraft und soziale Verantwortung des Unternehmens.

BioBackHaus Leib GmbH aus Wustermark: Die Geschichte des BioBack Hauses ist eine Reise von bescheidenen Anfängen hin zu 13 Filialen in Berlin und Brandenburg. Das Unternehmen begann 1978 als alternatives Kollektiv ohne Chef und entwickelte sich zum BioBackHaus mit Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit. Die hohe Mitarbeiterfokussierung zeigt sich durch die Anschaffung von Robotern und modernen Maschinen, die die körperliche Belastung des Personals reduzieren.

Tischlerei und Bestattungshaus Beelitz GmbH aus Beelitz: Das 1996 gegründete Unternehmen ist auf die Sanierung denkmalgeschützter Bauwerke spezialisiert. Mit Herzblut und Liebe zum Detail widmen sich die elf Mitarbeiter dem Erhalt historischer Substanz. Alle Sanierungsleistungen umfassen Aufarbeitung sowie Instandsetzung und Neuherstellung einzelner Bauelemente nach zuvor angefertigten und freigegebenen Zeichnungen. Handwerkliche Arbeit und moderne Technik ergänzen sich.

ERIDES GmbH aus Heinersbrück: Ralf Gründer und seine Frau haben sich mit dem Unternehmen in den letzten 25 Jahren einen Namen im Bereich Objektmöbel (Pflege- und Büroausstattung, Hotel- und Gaststätten) gemacht hat. Sohn Martin Gründer übernahm 2019 das Unternehmen und stellte es zukunftsfähig auf, indem er in die Digitalisierung seiner Produkte und Prozesse investierte sowie das Thema Nachhaltigkeit voranstellt.

AMS Alteno GmbH aus Luckau: Metallbauermeister Steffen Hein setzt mit seinem Team auf die Verbindung von handwerklichem Know-how und dem Einsatz moderner Maschinen. Als Zulieferer eines großen Kranherstellers überzeugt der Betrieb seit 15 Jahren mit Qualität. Ein zweites Standbein ist der maritime Sektor. Unter dem Label AMS Waterfront Systems fertigt der Betrieb eine Bootshebeanlage mit Klarwasserhydraulik. Ziel ist, die Bootsrümpfe zu schützen, da sie nicht dauerhaft unter Wasser liegen.

umetec GmbH aus Eberswalde: Umetec steht für Umwelt, Metall und Technik. Das 2004 gegründete Unternehmen mit 60 Beschäftigten legt einen starken Fokus auf die Branche der Erneuerbaren Energien, ist aber auch in anderen Bereichen breit aufgestellt. Gefertigt werden Metallkomponenten und Spezialbauteile für Windkraft- und Solarindustrie, Mobilitäts- und Logistikunternehmen sowie die Automobil- und Fahrzeugbranche.

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