zum Ärztemangel auf dem Land
: Warum nicht schon früher?

Den Anfang machte einer der ärmsten Landkreise: Elbe-Elster schuf schon vor Jahren ein Stipendium für Mediziner, die nach dem Studium in den  Kliniken der Region arbeiten oder sich dort niederlassen. Andere Kreise folgten.
Von
Ulrich Thiessen
Potsdam
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Ulrich Thiessen

MMH

Einzelne Krankenhäuser finanzieren das Studium an der privaten Medizinischen Hochschule Brandenburg, um sich so den Nachwuchs zu sichern. Das Landesstipendium, das nun startet, war lange umstritten und hätte schon früher an den Start gehen sollen. Schließlich wird seit Jahren über Ärztemangel in allen Regionen Brandenburgs geklagt. Ein Alleinmittel sind die Fördergelder nicht, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Es wird Jahre dauern, bis die jungen Leute ihren Verpflichtungen in der ärztlichen Versorgung nachkommen können. Auch die jetzt mit Bundeshilfe in Aussicht gestellte Medizinerausbildung in Cottbus wird noch Jahre benötigen, bis die ersten Ärzte ausgebildet sind. Im Selbstlauf wird die Nachbesetzung der Arztpraxen aber auch dann nicht über die Bühne gehen. Die Kommunen sind schon jetzt gefragt, für sich zu werben.