zum Betrug bei der Corona-Soforthilfe
: Besser gründlich

Weil die Brandenburger Investitionsbank mit der Bearbeitung der Anträge auf Corona-Soforthilfe langsamer vorankam als Kollegen in Berlin, hagelte es Kritik.
Von
Harriet Stürmer
Frankfurt (Oder)
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Harriet Stürmer

Gerd Markert

Wie sich nun zeigt, zu Unrecht! Angesichts eines Ansturms auf die Hilfen hat man in der Hauptstadt Anträge zunächst nur stichprobenartig geprüft. So wollte man sicherstellen, dass Firmen schnell geholfen wird, von denen sich viele in ihrer Existenz bedroht sehen. Also wurden Millionensummen schnell und unbürokratisch ausgezahlt. Das ist zweifelsohne eine gute Sache für die Betroffenen. Doch offenbar hat dieses Vorgehen auch viele Kriminelle angelockt und inzwischen einen großen Schaden angerichtet.

In Brandenburg wird Betrügern durch die Plausibilitätsprüfung, die die Investitionsbank bei allen Förderprogrammen durchführt, ein erster Riegel vorgeschoben. Dieses Vorgehen braucht freilich viel mehr Zeit. Doch die Vorgabe der Landesregierung – Gründlichkeit vor Schnelligkeit – zahlt sich aus. Sich Geld zurückzuholen, das sich Betrüger erschlichen haben, kostet das Land viel Aufwand – und Geld. Der Schaden, der der Allgemeinheit dabei entsteht, ist mit ein paar Wochen eher ausgezahlter Soforthilfe nicht aufzuwiegen.