zum Bürgerdialog mit der Kanzlerin: Bodenständig und ganz nah

Chefredakteur Claus Liesegang
MMHUnd nein, Angela Merkel kannte die Fragen der knapp 70 Menschen, die sich über die MOZ, den TSV Blau–Weiß 65 Schwedt und die IHK für den Dialog beworben hatten, nicht. Dieser von einzelnen erhobene Vorwurf ist falsch. Richtig ist indes, dass wenigstens zwei wichtige Themen nicht besprochen wurden: Die anstehende Europawahl und das angespannte Verhältnis zu Russland. In den vorgegebenen 90 Minuten waren den Teilnehmern andere, persönliche Themen wichtiger: Die finanzielle Belastung durch Kita–Gebühren; dass nach über 40 Berufsjahren die Rente nicht reicht; oder die Bürokratie, in der Ehrenamtler ersticken. Bodenständiger geht’s nicht.
Wenn die Kanzlerin aus Schwedt mitnimmt, dass die Sorgen der Brandenburger Sorgen aller Bundesbürger sind, dann war es wirklich ein guter Bürgerdialog.
