zum Rettungsschiff der EKBO: Akt der Nächstenliebe

Harriet Stürmer
Gerd MarkertDass bald auch die Evangelische Kirche in Deutschland mit einem eigenen Rettungsschiff helfen will, gebietet die Nächstenliebe. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ lautet eine zentrale Botschaft des Christentums. Wer danach handeln will, kann nicht zusehen, wenn Flüchtlingsboote kentern und Menschen ertrinken.
Die Mehrzahl dieser Flüchtlinge hat in Europa keinen Anspruch auf Asyl. Doch leider hält sie diese Tatsache nicht davon ab, auf lebensgefährliche Odyssee zu gehen. Und so wird die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer wohl noch auf unbestimmte Zeit vonnöten sein, will man nicht tatenlos zusehen, wie Menschen ihr Leben geben in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Hierfür wäre es vielmehr nötig, die Fluchtursachen zu bekämpfen anstatt die Folgen. Aber das ist eine allumfassende Aufgabe, die leider nicht von heute auf morgen Früchte tragen wird. Nichtsdestotrotz wäre das Geld der Evangelischen Kirche wohl nachhaltiger in den Ländern „angelegt“, aus denen Menschen flüchten. Wenn es den Menschen dort besser geht, würden viele von ihnen sicher nicht mehr in die Boote steigen.
