zum Schutz des Rotmilans: Leider nicht nachteilsfrei

Harriet Stürmer
Gerd MarkertHeute decken Wind, Sonne & Co mehr als die Hälfte der deutschen Stromversorgung. In Zukunft wird es deutlich mehr Anlagen geben müssen, um den Klimazielen gerecht zu werden. Insbesondere die Windkraft gilt als Schlüsseltechnologie der forcierten Energiewende. Rund 3900 Windräder stehen in Brandenburg; in keinem Bundesland gibt es mehr Anlagen pro Quadratkilometer Fläche. Und nach Plänen der Landesregierung könnten zwei– bis dreitausend weitere hinzukommen.
Leider haben Windräder auch Nachteile, die sich etwa auf die Vogelwelt auswirken. Einige Arten wie der Rotmilan sind inzwischen so stark von Kollisionen betroffen, dass Tierschützer von einer Gefährdung der heimischen Populationen ausgehen. Womöglich lässt sich ja ein Ausgleich zwischen Klima– und Artenschutz in Form von Artenschutzprogrammen finden. Zumindest aber müssten größere Vorkommen geschützter Vogelarten frei von Windrädern bleiben. Und auch an den Anlagen selbst könnte der Vogelschutz verbessert werden. Sie könnten durch Sensoren abgeschaltet werden, wenn sich ein größerer Vogelschwarm nähert.
