zum Tod vom Pawel Adamowicz
: Kein langes Innehalten

Polen streitet über die Ermordung des Danziger Bürgermeisters.
Von
Dietrich Schröder
Danzig
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Dietrich Schröder

Gerd Markert

Auch hierzulande sehen sich nicht nur Politiker von der kommunalen bis zur gesamtstaatlichen Ebene Anfeindungen ausgesetzt. Sondern auch Polizisten, Feuerwehrleute oder zahlreiche engagierte Bürger, die sich für öffentliche Belange einsetzen.

„Was ist nur aus unserem Land geworden?“ Diese Frage war in den vergangenen Tagen in Polen häufig zu hören. Der Tod des Bürgermeisters hatte aber nicht nur Entsetzen, sondern auch die Hoffnung ausgelöst, dass es eine Rückkehr zum zivilisierten Umgang geben könnte. Gerade die Vertreter der Kirche verspüren, dass sie Konflikte nicht schüren, sondern zu gegenseitigem Respekt beitragen sollten.

Doch die Chance, dass dieses Innehalten von Dauer ist, scheint nicht sehr groß  zu sein. Nur einen Tag nach der Beerdigung von Adamowicz gab es neue Attacken zwischen Politikern.