zum Umgang mit Vertretungslehrern
: Brandenburger Vertretungslehrer wurden zu Unrecht vergrault

Ab Montag soll der Unterricht wieder aufgenommen werden. Dann werden sich die Kündigungen von Lehrern bemerkbar machen.
Von
Harriet Stürmer
Potsdam
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Harriet Stürmer

Gerd Markert

Nun, gut vier Wochen später, schließen die Schulämter schon wieder erste Neuverträge ab. Der Bedarf ist also doch da. Und wen wundert’s? Der Unterricht geht ja trotz Corona weiter; wenn auch nicht im Klassenzimmer, aber zu Hause auf dem digitalen Weg, den die jüngeren Vertretungslehrer übrigens zweifellos leichter gehen als viele ihrer älteren festangestellten Kollegen. Ab Montag nun soll auch der Unterricht an den Schulen schrittweise wieder aufgenommen werden. Dann werden sich die selbst gerissenen Löcher noch deutlicher bemerkbar machen. Denn eigentlich herrscht akuter Lehrermangel. Und nicht umsonst hat Brandenburg noch vor wenigen Wochen aktiv um Vertretungslehrer geworben.

Dass Corona kommt, konnte niemand ahnen; gewünscht hat sich die Krise wohl erst recht keiner. Dennoch dürften die vergraulten Vertretungskräfte ob ihrer plötzlichen Kündigung sauer sein — und sich anderweitig umgesehen haben. Bleibt nur zu hoffen, dass gleich wieder genügend von ihnen zur Verfügung stehen.