zur Bombenbelastung in Oranienburg
: Engagement beibehalten

In trauriger Regelmäßigkeit teilt Oranienburg seinen Bewohnern mit, dass eine Bombe entschärft werden muss.
Von
Harriet Stürmer
Oranienburg
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Harriet Stürmer

Gerd Markert

Diese Gewohnheit macht die Tatsache aber nicht besser, dass sie wohl ständig mit dem mulmigen Gefühl leben, Leib und Leben seien in Gefahr. Allein in Oranienburg — aber auch andernorts in Brandenburg — werden immer noch 270 Blindgänger vermutet.

Es kommt also nicht von ungefähr, dass das Land so energisch um Bundeshilfe für die Beseitigung von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg kämpft. Erstmals war es 2016 gelungen, eine auf drei Jahre befristete finanzielle Beteiligung des Bundes an der Beseitigung alliierter Weltkriegsmunition zu erreichen.

Natürlich ist es wünschenswert, dass die Unterstützung weitergeht. Allerdings darf das Land sein eigenes Engagement für Oranienburg — zusätzliche Stellen, mehr Mittel und eine bessere Ausstattung für den Kampfmittelbeseitigungsdienst — nicht davon abhängig machen.