zur Förderung von Blühstreifen
: Endlich dreht sich was

Blühstreifenprogramme wurden vom Umweltministerium bisher strikt abgelehnt.
Von
Harriet Stürmer
Potsdam
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Harriet Stürmer

MOZ/Gerd Markert

Blühstreifenprogramme wurden vom Umweltministerium bisher strikt abgelehnt. Dabei hatten die Bauern selbst — und freilich auch Naturschützer ein solches Programm immer wieder gefordert. Im vergangenen Jahr hatten die Umweltminister der Länder schließlich schnelle und konsequente Maßnahmen von Bund und Ländern zur Förderung der Insektenvielfalt angemahnt. Und jetzt kommt endlich auch in Brandenburg Bewegung in die Sache.

Anfang Juni hatte das Umweltministerium ein Programm zur Förderung von Ackerrand– und Blühstreifen vorgestellt. Blühstreifen sind ein erster Baustein für mehr Artenvielfalt. Allerdings sind sie kein Ersatz für die notwendigen grundlegenden Veränderungen in der Agrarpolitik. Der Rückgang der Insektenvielfalt hat viele Ursachen. Die Landwirtschaft trägt dabei aber Hauptverantwortung. Gleichzeitig ist sie in hohem Maße auf die Bestäubung der Nutzpflanzen durch Insekten angewiesen. Die landwirtschaftliche Produktion muss also Teil der Lösung sein.