zur Schlichtungsstelle für Bergbauschäden
: Begegnung auf Augenhöhe

Dass die für den Betrieb des Tagebaus Jänschwalde notwendige Grundwasserabsenkung mitverantwortlich für den niedrigen Wasserstand von Seen im Umfeld ist, ist inzwischen unbestritten.
Von
Harriet Stürmer
Frankfurt (Oder)
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Harriet Stürmer

Gerd Markert

Und nachdem der Tagebaubetreiber Leag per bergrechtlicher Anordnung zu Wassereinleitungen verpflichtet wurde, sind auch schon erste Erfolge sichtbar. Doch damit hört der Frust im Lausitzer Revier nicht auf. Die Probleme der Anwohner sind vielfältig und reichen bis zu meterlangen Rissen an der eigenen Hauswand. Aber Betroffene, die vom Tagebaubetreiber eine Entschädigung fordern, gehen meistens leer aus. Die Gutachter kommen von der Leag selbst. Objektive Schadensbewertung sieht anders aus. Aber leider können sich nur wenige Betroffene eigene Sachverständige oder teure Prozesse leisten. Die Schlichtungsstelle bietet die Möglichkeit, dass sich die Leag und Hausbesitzer endlich auf Augenhöhe und unter Kontrolle des Landes begegnen. Womöglich steigt nun die Zahl der Entschädigungen. Noch besser wäre es, wenn bei Bergbauschäden die Beweislast generell beim Betreiber liegen würde.