zur Schutzimpfung gegen Grippe
: Keine Bagatelle

Alle Jahre wieder rufen Gesundheitspolitiker und Ärzte auf, sich im Herbst gegen Grippe impfen zu lassen.
Von
Kerstin Macht
Frankfurt (Oder)
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Kerstin Macht

Gerrit Freitag

Und alle Jahre wieder folgt dann die Diskussion im Familien–, Freundes– oder Kollegenkreis. „Ist das überhaupt notwendig?“ oder „Wenn ich mich impfen lasse, dann werde ich erst recht krank“, heißt es dann oft.

Viele vergessen dabei aber, dass es sich bei der echten Grippe nicht um eine harmlose Erkältung mit Husten und Schnupfen handelt, sondern um eine ernsthafte Erkrankung, die vor allem bei älteren, chronisch kranken und immungeschwächten Menschen sogar zum Tod führen kann. Allein im Winter 2017/2018 gab es in Deutschland 1600 Grippetote, 60 000 Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Auch wenn die Symptome der Influenza nach sieben bis 14 Tagen wieder abklingen, kann noch wochenlang ein ausgeprägtes Schwächegefühl auftreten, das zum Beispiel Berufstätige zu längerer Arbeitsunfähigkeit zwingt. Dagegen sind kleine Unpässlichkeiten nach der Impfung, wie Müdigkeit, Kopf– und Muskelschmerzen, meist schnell vergessen. Und je mehr Menschen sich zur Grippeschutzimpfung entschließen, umso weniger Chancen haben die Viren, sich unter der Bevölkerung zu verbreiten.