zur Zukunft des ländlichen Raumes: Die Landbevölkerung ist abgeschnitten vom Rest des Landes

Harriet Stürmer
Gerd Markert/MOZFür die jüngere Generation gibt es vielerorts kaum Anreiz, langfristig auf dem Dorf zu bleiben. Sie zieht es in Städte, wo es bessere Arbeitsplätze gibt. Die Alten bleiben zurück. Aber nicht nur die — auch die mittlere Generation, die gezwungenermaßen mehr Verpflichtungen mit der Pflege von Verwandten übernehmen muss. Das persönliche Glück tritt dabei immer mehr in den Hintergrund; die Sandwich–Generation fühlt sich vom Rest der Republik zurecht abgeschnitten. Und wenn die Belastung zu groß wird, bleibt oft nur eine Lösung: Die Alten müssen ihr gewohntes Umfeld verlassen und in ein Pflegeheim ziehen.
Will man dieses Szenario großflächig verhindern, bedarf es sinnvoller Ideen zur Stärkung des ländlichen Raumes. Mit einer ein Mal pro Woche betriebenen Artpraxis ist es nicht getan. Vielmehr braucht es feste, ganzheitliche Angebote zur örtlichen Gesundheitsversorgung. Und einen Bürgerbus, einen Dorfladen und eine Dorfkneipe selbstverständlich auch.
