Apache 207 in Berlin: Mit dem Flugzeug in die Uber Arena

Apache 207 legt in der Uber Arena einen großen Auftritt hin: Anstatt einer klassischen Bühne performt der Rapper und Sänger lieber in, auf und unter einem echten Flugzeug.
Wiemke Reiners- Apache 207 spielt fünf ausverkaufte Shows in der Uber Arena in Berlin.
- Hauptbühne ist ein echtes Flugzeug – Einstieg mit „Ein Lied für dich“.
- Stimmung schwankt: vorne euphorisch, hinten zunächst verhalten; „Fame“ zündet.
- Interaktion: Hände schütteln, Selfies, Autogramme; Mini-Game mit Flugzeug auf Leinwand.
- Höhepunkte: „Komet“ mit Publikum, Pyro, Zugabe mit „Roller“ und Freunden auf Tragflächen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Liebe Gäste, wir heißen Sie herzlich willkommen an Bord der Feder207 Airline“, schallt es durch die Uber Arena. Es wird dunkel, auf den Leinwänden zieht ein Flugzeug durch einen Sturm. Dann fällt der Vorhang: Mitten in der Arena steht ein echtes Flugzeug, das sich teilt. Im abgesenkten Pilotensitz sitzt Apache 207, grinsend, in schwarz glitzernder Uniform. Mit „Ein Lied für dich“ eröffnet er eine Show, die von Beginn an auf großes Spektakel setzt.
Von den Sitzen reißt es die Menge allerdings erst beim raplastigen Song „Fame“ – der nicht nur dank der Pyro, sondern auch wegen Live-Drums und -Bass mehr knallt. Trotzdem will der Funke zwischen dem Künstler und seinem Publikum anfangs nicht so ganz überspringen, zumindest in den hinteren Reihen und oberen Rängen.
Ganz anders verhält es sich im Stehbereich vor der Bühne: Als Apache vom Flugzeug steigt und seine Fans begrüßt, kommen selbst die blauen Laser und wild blinkenden Armbänder nicht gegen das Strahlen in den ersten Reihen an. Zu den Songs „Neunziger“ und „Wenn das so bleibt“ schüttelt der Sänger Hände, singt in Smartphones, gibt Autogramme auf Armen und Plakaten, macht mit den Handys der Fans Fotos und Videos im Selfiemodus.
Apache in Berlin: Pudding, Disco und intime Momente
In diesen Momenten zeigt sich, wie viele Generationen der Künstler mit seiner Musik begeistert: Junge Fans mit Zahnlücke und selbst gebastelten Plakaten stehen Seite an Seite mit Ü-50ern und jubeln um die Wette.
Nach einem lauten „Dankeschön Berlin!“ und einem Löffel von etwas, das Schokopudding sein könnte, schwebt Apache zu dem Song „Wolken“ auf einem zur Wolke umdesignten Hubwagen durch das Publikum. Als wäre ihm das Ganze doch zu wenig Deutsch-Rap, zündet sich Apache nach dem Song erst mal eine Zigarette an.
Zurück auf dem Flugzeug wird es mit „Loser“ und „Was weißt du schon“ fast intim – so als würde er die Strophen nicht in einer ausverkauften Arena singen, sondern mit einem engen Freund reden, der neben ihm sitzt. Lange hält die Ruhe nicht an: Zu den Synthie-Sounds von „Madonna“ und „Breaking your Heart“ tanzt die Arena unter rot pumpendem Licht.
Kurz darauf wird es wieder dunkel und die Stimme der Stewardess ertönt: „Achtung, liebe Fluggäste. Ich muss Sie leider darüber informieren, dass unsere Flugsysteme ausgefallen sind.“ Und was hilft dabei? Laute Stimmen natürlich! In einer Art Mini-Game müssen die Zuschauer Lärm machen, um ein Flugzeug auf der Leinwand zum Steigen zu bringen.
Nach der Pause wechseln Apache und seine Band spielend zwischen Rap, Pop und Rock. Gitarrensoli, Pyrotechnik und druckvolle Beats sorgen für Höhepunkte, der neue Song „Mann muss“ kommt mit seinem röhrenden Gesang gut bei den Fans an.
Als Nächstes ist das Publikum dran, eher gesagt zwei Mädels aus dem Publikum. Die haben sich freiwillig gemeldet, um das Publikum mit Call-and-Response einzuheizen. Ein schneller Löffel Was-auch-immer später leuchtet der Boden unter dem Flugzeug in bunten Karos, passend zu den Disco-Sounds von „Miami“ – dem vorletzten Song.
Apache lässt Fans den Hit „Komet“ in der Uber Arena singen
„Sollen wir die nächste Nummer zweimal singen? Einmal ich, einmal du, Berlin?“, fragt Apache sein Publikum. Natürlich wollen sie. Und nachdem Apache, umringt von blau leuchtenden Armbändern, „Komet“ performt hat, legen seine Fans los.
Am Ende des Hits sprühen Funken aus den Triebwerken des Flugzeugs, die Show scheint beendet – doch der Abend wäre nicht komplett ohne „Roller“. Nach lautstarken Zugaberufen kehrt Apache zurück und holt seine Freunde auf die Bühne, die bei „Nie mehr gehen“ Arm in Arm auf den Tragflächen sitzen, umgeben von tausenden Handylichtern.
„Dann sollten wir doch jetzt durch sein, oder?“, fragt der Rapper sein Publikum – das lautstark protestiert. „Hatte zwei Off-Days, ich kenn die Setlist nicht mehr so genau“, witzelt Apache und wendet sich an die Technik: „Kannst du die scheiß Rausschmeiß-Musik anmachen?“
Und endlich bekommt das Publikum den Song „Roller“. Als Apache nach dem Song unter vielen Jubelrufen verschwindet, verabschiedet sich auch die Stewardess: „Sehr geehrte Damen und Herren, wir hoffen, Sie hatten eine angenehme Reise mit Feder Airlines.“









