Blues-Rock-Fest Seelow 2026
: Auf diese Bands dürfen sich die Besucher freuen

Konzertveranstalter Wolfgang Conrad und Thomas Rosslau präsentieren im Kreiskulturhaus Seelow junge Bands beim Blues-Rock-Fest. Warum klanglich dennoch alles beim Alten bleibt.
Von
Boris Kruse
Seelow
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Mit dem Charme amerikanischer Wüstenlandschaften: Die Basemant Saints kommen eigentlich aus Würzburg, spielen in Seelow aber rustikale Americana-Musik

Mit dem Charme amerikanischer Wüstenlandschaften: Die Band Leaving Spirit kommen eigentlich aus Würzburg, spielen in Seelow aber rustikale Americana-Musik

Florian Eppel
  • Blues-Rock-Fest im Kreiskulturhaus Seelow am Sonnabend (21.03.), Start 19 Uhr.
  • Veranstalter: Verein „Live in Reitwein“ mit Thomas Rosslau und Wolfgang Conrad.
  • Acts: Leaving Spirit, Basement Saints, Danny Bryant (mit Bläsern), Support: Elena Hofmann.
  • Sound: Classic-Rock/Blues; Hammond-Orgel bei Basement Saints, „cleaner“ Strat-Sound bei Bryant.
  • Leaving Spirit mit Americana-Anklängen; Vergleich der Sängerin mit Stevie Nicks.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Staubige Wüstengegenden und schwüle Südstaaten-Sumpfgebiete  die Gruppe Leaving Spirit beschwört in ihrer Musik Assoziationen zu genuin amerikanischen Landschaften herauf. Vor gut zehn Jahren im Umfeld einer Musikschule in Würzburg gegründet, hat die Band schon einige Umbesetzungen hinter sich.

Geblieben ist die große Anerkennung, die sich das Sextett mit ihrem traditionsverbundenen Sound in Fachkreisen erspielt hat. Ihre Songs aus eigener Feder wie „Myth of the Delta Blues“ haben Wiedererkennungswert und sind mit starken Melodien auch für ein breites Publikum interessant.

Am Sonnabend (21. März) sind Leaving Spirit ein zugkräftiger Gast beim diesjährigen Blues-Rock-Fest im Kreiskulturhaus Seelow. Thomas Rosslau und Wolfgang Conrad, die beiden Hobby-Konzertpromoter vom Verein „Live in Reitwein“, haben wieder ein abwechslungsreiches Programm mit Gästen zusammengestellt, die bis in die späte Nacht hinein für schweißtreibenden Schwof sorgen werden.

Dabei wird es für das Publikum vor der Bühne jede Menge Aha-Momente geben. Wie ein Ausflug in die Rock-Historie klingt das Repertoire des Abends. Sängerin Paula Frecot von Leaving Spirit etwa wird häufig mit der legendären Stevie Nicks von Fleetwood Mac verglichen, und das sehr zurecht. Sie ist nicht die einzige, die sich in der Vergangenheit bedient.

Auf den Spuren von Engerling, Monokel und Co.

Auffallend: Die Musikerinnen und Musiker auf der Bühne sind deutlich jünger als das Stammpublikum der beliebten Konzertreihe. Schließlich finden normalerweise vor allem solche Musikliebhaber alljährlich im März den Weg nach Seelow – oder zu den anderen Veranstaltungen des Vereins „Live in Reitwein“ – die schon in den 1980er-Jahren zu Bands wie Engerling, Monokel oder Freygang das Oderbruch unsicher gemacht haben.

Ganz anders auf der Bühne. Unter den internationalen Blues- und Rock- Interpreten, die auf Einladung der Veranstalter den Weg in die Region finden, sind vor allem hoffnungsvolle Nachwuchstalente. Allerdings haben diese ausgiebig die Musik der Vorfahren studiert. Britischer Classic-Rock und amerikanischer Blues sind ihre wichtigsten Inspirationsquellen.

Basement Saints bringen eine Hammond-Orgel mit

So etwa diese drei Musikanten: Geballte 70er-Jahre-Energie gibt es an dem Abend mit dem international besetzten Trio Basement Saints. Ihre markanteste Klangzutat ist eine echte Hammond-Orgel. Das schwere und kostbare elektromechanische Instrument mit seiner Holzverkleidung und samt Leslie-Lautsprecheranlage, die dem Gesamtpaket einen flirrenden Klang verleiht, sorgt für gewaltige flächige Sounds und ersetzt hier nebenbei den E-Bass. Die Band klingt ganz schön heavy, geradezu gefährlich, schreckt aber auch vor gefühlvollerem Material wie etwa einem Cover von Chris Isaaks Schmacht-Ballade „Wicked Game“ nicht zurück.

Mit Hammond-Orgel durch die Welt zu reisen, das ist gar nicht so einfach, wie Tasteninstrumentalist Robby Keys am Telefon verrät. Bei dem historischen Instrument, das so heute nicht mehr gebaut wird, kann auch mal etwas kaputtgehen. „Der Vorteil ist aber, dass es sich um konventionelle Elektromechanik handelt“, sagt der Österreicher. „Innendrin sind vor allem Drähte, Widerstände und Kondensatoren, aber keine Platinen. Elektrofachgeschäfte alter Schule können da überall weiterhelfen“.

Für Fans der Hammond-Orgel: das Trio Basement Saints

Für Fans der Hammond-Orgel: Das Trio Basement Saints spielt harten 70er-Jahre-Rock in englischer Sprache. Die Bandmitglieder sind Robby Keys (Hammond-Orgel, links, aus Österreich), Anton Delen (Gitarre und Gesang, Mitte, aus Südafrika) und Simon Molly (Schlagzeug, rechts, aus der Schweiz)

Desirée K./Basement Saints

In der jetzigen Besetzung spielt die 2012 gegründete Band seit vier Jahren zusammen. „Wir haben einfach keinen Bassisten gefunden, der auf dem Niveau und mit der Ernsthaftigkeit bei der Sache ist, die wir uns wünschen.“ Die Songs klingen dennoch erstaunlich dicht und engmaschig verwoben, wobei Gitarre und Orgel sich die Aufgabe des Basses teilen. Ihre rifflastigen Songs schreibt das Trio im Kollektiv. „Nur für die Texte ist allein unser Frontmann Anton Delen zuständig“, sagt Robby Keys.

Eine kleine Big-Band von Danny Bryant

In diesem Jahr wird bei dem Blues- und Rock-Event auch eine Big-Band zu hören sein. Eigentlich eine kleine bis mittelgroße Band, gemessen an den Konventionen der Jazzmusik. Aber da es sich hier um Blues handelt, können acht Musiker durchaus als Big-Band durchgehen. Der Bandleader, Sänger und Gitarrist Danny Bryant aus dem englischen Hertfortshire war in der Vergangenheit bereits in Seelow zu Gast. Jetzt kommt er erstmals in größerer Besetzung mit Unterstützung durch eine Bläser-Sektion.

Egal, wie viele Musiker ihm jeweils zur Seite stehen: Danny Bryants Spielart des Blues hat einen betont „cleanen“, sauberen, präzisen Charakter, der durch seinen Einsatz einer Gitarre vom Typ Fender Stratocaster besonders betont wird.

Als Support-Act wird an dem Abend die Sängerin und Gitarristin Elena Hofmann zu hören sein, die wie auch Leaving Spirit aus dem Raum Würzburg kommt.

Das 13. Blues-Rock-Fest findet am Sonnabend (21.03.) ab 19 Uhr im Kreiskulturhaus Seelow statt. Weitere Informationen, auch zum Ticketverkauf, gibt es auf www.live-in-reitwein.de