Ob Serien wie „Friends“, „Buffy“ oder die „Gilmore Girls“ - Streamingdienste setzen häufig auch auf alte Produktionen. Nach Meinung der Kommunikationswissenschaftlerin Daniela Schlütz können solche Angebote eine Rolle dabei spielen, ob man ein Abonnement abschließt oder nicht.
Eine neue Serie sei immer auch mit Unsicherheit verbunden. „Bei meiner Lieblingsserie weiß ich: Die mag ich“, sagte Schlütz von der Filmuniversität Babelsberg. Das Stichwort lautet „Comfort Binging“: Obwohl es viele neue Serien gibt, bleiben Zuschauer manchmal bei alten, schon bekannten Produktionen hängen.

Gilmore Girls startete vor 20 Jahren

Ein Beispiel sind die „Gilmore Girls“. Die Serie über eine Mutter und deren Teenietochter startete vor 20 Jahren im US-Fernsehen, später wurde sie auch in Deutschland ausgestrahlt. Heute läuft sie etwa beim Streamingdienst Netflix, im klassischen Fernsehen bei Sixx. Das Zugucken bei den „Gilmore Girls“ sei wie ein Treffen mit alten Freundinnen, sagte Schlütz.
Die „Gilmore Girls“ seien eine Comedyserie, in der auch viele Stereotype bedient würden. „Aber die Hauptdarstellerinnen sind schon besonders“, sagte Schlütz. Es seien eigenständige Frauen, die ihr Leben im Griff hätten. „Diese Figuren sind besonders, die Beziehung ist besonders. Und unterhaltsam ist es einfach auch.“