: Türmerin - ein Männerberuf in Frauenhand - nun auch in Brandenburg
Im Mittelalter warnten sie vor Feuersbrünsten und Feinden. Heute erklären sie Touristen die Stadtgeschichte. Dabei ist vor allem Kommunikationsfähigkeit gefragt. Deswegen haben Frauen heute im Türmergewerbe oft die besseren Karten.
Die erste Türmerin Brandenburgs: Vera Städter auf dem Turm der Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben.
Patrick Pleul
Historische Arbeitsstätte: Die Münsteraner Türmerin Martje Saljé auf dem Turm der Lambertikirche, an dem bis heute die Käfige der Wiedertäufer hängen. Alle halbe Stunde bläst sie in der Nacht in das Kupferhorn, das wie eine Schiffssirene klingt.
Friso Gentsch
Vor dem Blauen Turm in Bad Wimpfen: Blanca Knodel ist 1996 in die 25 Meter hoch gelegene Türmerwohnung gezogen und ist nach eigenen Angaben einzige Türmerin in Deutschland. Doch eine Bautzenerin macht ihr den Rang streitig.
Bernd Weißbrod
Nächtlicher Arbeitsort: Die Türmerklause der Lamberti-Kirche in Münster. Von dort aus lässt Martje Saljé nicht nur alle halbe Stunde das Türmerhorn ertönen, sondern schreibt auch an ihrem Blog.
Caroline Seidel
Seit mehr als einer Dekade nun im Dienst auf dem Turm der Paul-Gerhardt-Kirche: Die Lübbenerin Vera Städter