Atemberaubende Illuminationen und eingängige Musik – dafür steht das Inselleuchten in Marienwerder. Auch in diesem Jahr wird das Ambiente der Insel an der Schleuse Leesenbrück wieder zur kunstvoll inszenierten Kulisse dreier Konzertabende. Erneut warten die Organisatoren mit prominenten Namen auf und versprechen eine gewohnt funkelte Lichterwelt entlang des Finowkanals. Wer alles auf der Bühne stehen wird, und was es sonst noch rund um die 18. Ausgabe von Inselleuchten zu wissen gibt, erfahren Sie hier:

Das Wichtigste im Überblick

● Inselleuchten findet vom 8. bis 10. Juli statt
● Das Festival-Gelände befindet sich auf der Insel an der Schleuse Leesenbrück am Finowkanal (Adresse: Schleuse Leesenbrück, 16348 Marienwerder)
● Einlass: jeweils ab 18.30 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

Anfahrt und Parkplatz-Situation

Wer mit dem Auto über die A11 anreist, erreicht das Inselleuchten-Festival über die Abfahrten Lanke/Prenden oder Eberswalde/Finowfurt.
Aus Richtung Bernau kommend befindet sich ein Parkplatz am Ortseingang von Marienwerder (Zerpenschleuser Straße). Von dort ist das Festivalgelände über die Kanalstraße zu Fuß in knapp 7 Minuten zu erreichen. Zwischen Parkplatz und Einlass ist zudem ein Shuttleservice im Einsatz.
Der Sonderbus-Verbindung, die in den vergangenen Jahren zwischen Marienwerder und Bernau bestand, gibt es diesmal nicht. Der Grund ist eine fehlende Nachfrage.

Welche Musiker und Bands sind dabei?

Während im vergangenen Jahr neben Fools Garden und Bukhara viele internationale Acts wie Scala & Kolacny Brothers (Belgien) und die französische Chansonnette und ESC-Teilnehmerin Barbara Pravi nach Marienwerder gekommen waren, verpflichtete das Inselleuchten-Team diesmal geballte deutsche Star-Power.
Unterwegs in neuer Formation: die Söhne Mannheims treten am ersten Abend beim Inselleuchten auf
Unterwegs in neuer Formation: die Söhne Mannheims treten am ersten Abend beim Inselleuchten auf
© Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Bereits am ersten Abend (8. Juli, 21 Uhr) steht mit den Söhnen Mannheims eine der bekanntesten und langlebigsten deutschen Popbands auf der Inselbühne. Die heute zwölfköpfige Musikgruppe, die einen Mix Soul, Hip Hop, Rock und Reggae spielt, gründete sich bereits 1995 und konnte sich mit jedem ihrer sechs Studioalben in den deutschen Top Ten platzieren. Ihr größter Erfolg: das 2004 erschienene Album „Noiz“. Bekanntheit erlange das Kollektiv auch durch ihr Gründungsmitglied Xavier Naidoo. Der Sänger, der zuletzt vor allem mit seiner Nähe zur „Reichsbürger“-Ideologie und Verschwörungstheorien auffiel, verließ das Kollektiv jedoch 2017. Über das Verhältnis zu Naidoo schreibt die Band auf ihrer Website: „Wir sind dankbar für seine musikalische Inspiration und für alles, was er in mehr als zwei Jahrzehnten für die Band geleistet hat. Heute gehen wir, die Söhne Mannheims, aber unabhängig unseren eigenen Weg.“ Jüngst erschien von den Söhnen Mannheims die Single „MUT“.
Waren schon zu DDR-Zeiten Kult: "Silly" mit ihren neuen Sängerinnen Julia Neigel (2.v.l) und AnNa R. (2.v.r)
Waren schon zu DDR-Zeiten Kult: „Silly“ mit ihren neuen Sängerinnen Julia Neigel (2.v.l) und AnNa R. (2.v.r)
© Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Sie waren bereits zu DDR-Zeiten Kult: Silly. Die 1978 in Ost-Berlin gegründete Rockband um Frontfrau Tamara Danz erlangte schnell internationale Bekanntheit. Auch nach dem frühen Tod von Danz im Jahr 1996 machten Gitarrist Uwe Hassbecker, Bassist „Jäcki“ Reznicek und Keyboarder „Ritchie“ Barton weiter Musik. Zwölf Jahre lang stand dabei Schauspielerin und Sängerin Anna Loos am Mikrofon. Loos verließ die Band 2018. Seitdem führen die Ostrocker die Bandgeschichte mit AnNa R. (Rosenstolz) und Julia Neigel fort. In der neuen Konstellation brachte Silly vergangenes Jahr das Album „Instandbesetzt“ mit zahlreichen Neueinspielungen auf den Markt. Nach einem Auftritt im Jahr 2006 spielt die Band am zweiten Abend (9. Juli, 21 Uhr) bereits zum zweiten Mal auf Inselleuchten.
Startete seine Karriere in einer Castingshow von Stefan Raab: Max Mutzke
Startete seine Karriere in einer Castingshow von Stefan Raab: Max Mutzke
© Foto: Michael Matthey/dpa
Man mag sich kaum daran erinnern, doch Max Mutzkes Karriere begann bei einem TV-Format namens „SSDSGPS“. Moderator Stefan Raab suchte 2004 darin Talente für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Mutzke gewann die Castingshow und belegte beim ESC anschließend den achten Platz. Seitdem hat sich der 41-Jährige einen Namen als vielseitiger Performer erarbeitet, der Pop und Rock genauso gekonnt interpretiert wie Soul oder Jazz. Auf sein 2005 veröffentlichtes Nummer-Eins-Album „Max Mutzke“ folgten sieben weitere Alben, zuletzt das 2021 erschienene „Wunschlos süchtig“. An Repertoire mangelt es Max Mutzke also nicht, wenn er am dritten Abend (10. Juli, 21.30 Uhr) mit seiner Band das Inselleuchten-Festival beschließt.
Ebenfalls auf dem Programm steht in diesem Jahr die deutsch-mexikanische Sängerin Alin Coen, die mit ihrem Mix aus Indie, Singer/Songwriter und Pop die 18. Ausgabe von Inselleuchten eröffnen und Songs von ihrem jüngsten Album „Nah“ spielen wird (8. Juli 19.30 Uhr). Eine energiegeladene Fusion aus Balkan Beats mit Electro Swing, Hip Hop, Reggae oder Bollywood Trap präsentiert der Hamburger Ulf Lindemann alias [dunkelbunt] am 8. Juli ab 23 Uhr.

Frankfurt (Oder)

Nuevo-Flamenco-Rumba oder doch Akustik-Progressiv-Flamenco-Metal? Das kann das Publikum beim Auftritt von Opal Ocean herausfinden. Das aus Australien stammende Gitarren-Duo tritt am eröffnet den zweiten Inselleuchten-Abend (9. Juli, 19.30 Uhr). Beschlossen wird dieser ab 23 Uhr mit dem modernen Indie-Swing der österreichischen Kombo Marina & The Kats.
Bevor am Sonntag Max Mutzke auf die Bühne tritt, gibt es ab 19.30 Uhr noch eine musikalische Reise durch das Leben von Pop-Ikone Adele. Mit „Edelle – A Night About Adee“. Gesungen werden die Songs des britischen Superstars von Caroline Bispink. Dazu gibt es zahlreiche Geschichten und Anekdoten, zu Leben und Liedern von Adele.

Wo gibt es Tickets?

Tickets zum Vorverkaufspreis gibt es noch bis Donnerstag (30. Juni). Folgende Tickets sind noch erhältlich:
Erster Abend (Alin Coen, Söhne Mannheims, [dunkelbunt]) – Regulär: 58 Euro (+ 2 Euro Gebühren), Ermäßigt, Schüler, Studierende: 43 Euro (+ 2 Euro Gebühren)
Zweiter Abend: AUSVERKAUFT
Dritter Abend (Max Mutzke, Edelle) – Regulär: 56 Euro (+ 2 Euro Gebühren), Ermäßigt, Schüler, Studierende: 43 Euro (+ 2 Euro Gebühren)
Kombi-Ticket erster + zweiter Abend – Regulär: 116 Euro (+ 2 Euro Gebühren), Ermäßigt, Schüler, Studierende: 86 Euro (+ 2 Euro Gebühren)
Kombi-Ticket zweiter + dritter Abend (Silly, Max Mutzke, Edelle, Opal Ocean, Marina & The Kats) – Regulär: 114 Euro (+ 2 Euro Gebühren), Ermäßigt, Schüler, Studierende: 84 Euro (+ 2 Euro Gebühren)
Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt.

Was gilt es sonst noch zu beachten?

Das Gelände an der Leesenbrücker Schleuse ist nur bedingt für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer geeignet. Laut Veranstaltern ist der Bereich vor der Hauptbühne mit einer Begleitperson aber problemlos zu erreichen. Einige Areale sind allerdings nicht barrierefrei, dazu gehören der Lichtzauberpfad und die untere Landzunge mit Bootsanleger. Grundsätzlich ist das Festival-Gelände ein naturbelassen, entsprechend können Bodenunebenheiten wie Wurzeln o.ä. vorhanden sein.
Auch wenn die romantische Parkkulisse der Insel durchaus dazu einladen würde, das Mitbringen eigener Getränke und Speisen ist den Veranstaltern zufolge nicht gestattet. Auf Genuss muss dennoch nicht verzichtet werden. Für kulinarische Angebote (auch mit vegetarischen und veganen Optionen) ist gesorgt.
Trotz Festival in freier Natur gilt: Haustiere müssen zu Hause bleiben.