The Offspring in Berlin 2025
: Älter, lauter, besser - so war das Konzert

The Offspring begeistern in der Uber-Arena in Berlin rund 16.000 Fans. Spielfreude paart sich mit Erfahrung und ausgelassener Stimmung.
Von
Markus Pettelkau
Berlin
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Begeistern beim Konzert in Berlin: The Offspring füllen seit ihrem Durchbruch 1994 große Hallen. Auch im Jahr 2025 gewinnt die Band immer neue Fans der jüngeren Generation dazu.

Begeistern beim Konzert in Berlin: The Offspring füllen seit ihrem Durchbruch 1994 große Hallen. Auch im Jahr 2025 gewinnt die Band immer neue Fans der jüngeren Generation dazu.

IMAGO/Berlinfoto
  • The Offspring begeistern 16.000 Fans in der Uber-Arena Berlin mit Spielfreude und Hits.
  • Konzert-Highlights: Klassiker wie „Pretty Fly“, Tribut an Ozzy Osbourne und Gänsehautmoment mit Klavier.
  • Dexter Holland und Band zeigen auch 2025 nach fast 40 Jahren noch Power und Bühnenspaß.
  • Fans loben die Weiterentwicklung der Show und die ausgelassene Stimmung in der Arena.
  • Rückblick: Erstes Berlin-Konzert 1993 im SO36, das es noch heute gibt – „That’s Rock’n’Roll Culture“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit dem Alter wird man ruhiger, heißt es oft. Das trifft auch auf viele Rockbands zu. Manche wenden sich dem Pop zu, andere werden folkiger. The Offspring hingegen haben auch nach fast 40 Jahren jede Menge Power. Die Pop-Elemente kamen bei der Punkrock-Band schon in den 90er Jahren dazu, die Lautstärke blieb und hat sich bis heute erhalten. Davon konnten sich knapp 16.000 Fans in der Uber-Arena am Montagabend überzeugen (27. Oktober 2025).

Die Band startet am Abend klassisch. „Come out and play“ hieß es gleich zu Beginn – der erste Hit der Band vom Album „Smash“ aus dem Jahr 1994 – bis heute das meistverkaufte Independent-Album aller Zeiten. Knapp 90 Minuten gaben Dexter Holland, Noodles und Co Gas. Mit dabei: jede Menge Hits und einige Songs aus dem neuen Album „Supercharged“, die sich nahtlos in die Setlist einfügten. Vor allem im ersten Drittel des Sets heißt es Vollgas - wenig Worte, nur schnelle Songs. Im Mittelteil stand das Entertainment im Vordergrund, ehe am Ende die größten Hits für ein grandioses Ende sorgten.

Begeisterte Fans und Tribut an Ozzy Osbourne

Die Meute ist begeistert. „Das ist mein fünftes Offspring-Konzert“, erzählt Ralf aus Potsdam. „1997, 2001, 2008, 2012 und heute – die werden halt auch immer besser“, so der 44-Jährige. „Die Soundqualität hat sich entwickelt und sie wirken auch selbstsicherer auf der Bühne, der Unterhaltungs-Faktor ist größer als vor 20 Jahren.

Die scheinen sich wirklich Gedanken gemacht zu haben, wie sie ihre Shows besser machen können.“ Das fängt schon vor der eigentlichen Show an - mit Animationsgorilla, Leinwandshow, Kiss-Cam und anderen Spielereien herrscht schon vor dem ersten Ton der Hauptband eine ausgelassene Stimmung.

„So gut wie heute waren sie noch nie“, fügt Jenny aus Berlin an. „Ein paar mehr neuere Songs hätte ich mir gewünscht.“ Ja, nach mehreren Jahrzehnten und 12 Alben sammeln sich viele Lieder an, die es nicht in die Setlist schaffen. Die großen Hits sind natürlich dabei: „Pretty fly“ und „The kids aren`t alright“ vom 1998er Album Americana dürfen ebenso wenig fehlen wie „Self esteem“, „Want you bad“ und „You're gonna go far kid“.

Die ein oder andere Überaschung gibt es auch, zumindest für Leute, die im Vorfeld noch nicht geschaut haben, wie die Setlists der bisherigen Konzerte waren. Ein Tribut an Ozzy Osbourne mit „Crazy Train“ und „I wanna be sedated“ von den Ramones begeisterten ebenso wie „Gone away“, bei dem Dexter Holland den ersten Part des Liedes allein am Klavier spielt. Das wäre vor 20 Jahren bei The Offspring undenkbar gewesen, sorgt im Jahr 2025 aber für eine Gänsehautstimmung.

„Gibt es das SO36 noch?“

60 wird Sänger Dexter Holland im Dezember, das Alter merkt man ihm kaum an. Die Spielfreude umso mehr. Auch 30 Jahre alte Songs wirken in Berlin immer noch frisch. Im Zusammenspiel mit Gitarrist Noodles wird auf der Bühne geflachst, das Publikum gerne mit einbezogen. Die beiden wissen wahrscheinlich, dass das nicht mehr ewig geht und man jede Minute vor einem fünfstelligen Publikum genießen sollte.

Bereits im Vorfeld des Konzerts waren die fünf Männer aus den Vereinigten Staaten gut gelaunt und unterhielten sich mit Fans und Presse. „Gibt es das SO36 noch?“, fragte ein interessierter Dexter Holland. „Da haben wir 1993 zum ersten Mal in Berlin gespielt. Das war ein schöner Laden.“ Ein Grinsen fährt auch über sein Gesicht, als ihm erzählt wird, dass es das SO36 noch gibt. „That’s Rock’n’Roll Culture“, sagt er. Genau wie The Offspring. Wer sich knapp 40 Jahre hält und immer noch die Massen zu den Konzerten führt, darf wohl als Kulturgut angesehen werden.