Krimis aus Brandenburg und Sachsen: Spannend, packend – drei Tipps aus der Region

Leseratten aufgepasst. Hier kommen drei Krimi-Empfehlungen aus Brandenburg und der Sachsen, die einem die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr vertreiben.
IMAGO/Chris Emil Janssen- Drei spannende Krimis aus Brandenburg und Sachsen bieten Lesespaß zwischen den Feiertagen.
- Rolf Sakulowskis „Verlorenwasser“ folgt dem Privatermittler Werner Holland in eine tödliche Falle.
- Dagmar Rosenbauers „Rübentod“ zeigt Polizeichefin Leonhardt im Einsatz in Neuruppin.
- Henning Kreitels „Der Mord an der Mühle“ führt den Polizisten Barthel in die Sächsische Schweiz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weihnachten 2024 ist Schnee von gestern. Dafür steht Silvester vor der Tür. Um sich für das neue Jahr gute Vorsätze zu machen, muss es nicht immer Sport sein. Warum nicht mal Bücher aus der Region auf die Liste setzen?
Hier kommen drei Krimis und somit drei fesselnde Mord- und Detektivgeschichten aus Brandenburg und Sachsen von drei Autoren, die zu einem Lesemarathon einladen.
„Verlorenwasser. Das Schattenkommando“ von Rolf Sakulowski
Das Leben des Privatermittlers Werner Holland ist geprägt von Disziplin und hartem Training. Jeden Tag geht der rund Mitte 50-jährige Potsdamer laufen - bis ihn eines Tages die attraktive Alina Janowa nach dem Joggen vor seiner Haustür erwartet.
Die angebliche Kulturbeauftragte mit osteuropäischem Akzent macht Holland ein unwiderstehliches Angebot. Denn Janowa möchte den Mörder ihres Bruders zur Rede stellen - und Holland soll sie während des Treffens beschützen. Dafür bietet ihm die 40-jährige Frau gleich doppeltes Gehalt. Lukrativ, wie der Privatermittler findet.
Doch noch ahnt Holland nicht, dass Janowa in Wahrheit eine Angestellte der russischen Botschaft in Berlin ist und dass ihn schon bald seine Vergangenheit als ehemaliger DDR-„Sonderpolizist“ einer Anti-Terror-Einheit, die es eigentlich gar nicht gab, einholen wird.
Als die beiden zum vermeintlichen Treffen in einem Waldstück eine Stunde von Potsdam erscheinen, muss Holland feststellen, dass Alina Janowa ihn für den Mörder ihres Bruders hält - und verschleppt den Ermittler mit geladener Waffe in eine abgelegene Baracke. Der Ort ist Holland nicht ganz unbekannt. Verlorenwasser. Es ist das alte Ausbildungslager seiner Einheit. Eingeschlossen in der Waffenkammer beginnt für ihn ein Kampf auf Leben und Tod.
Rolf Sakulowski, „Verlorenwasser. Das Schattenkommando“, Emons Verlag, 368 Seiten, 17 Euro
„Rübentod“ von Dagmar Rosenbauer
Der zweite Krimi katapultiert Leser ins beschauliche Neuruppin, wo die neue Polizeichefin Marley Leonhardt von ihren männlichen Kollegen belächelt und lediglich als „Quotenfrau“ betitelt wird. Und als ob das nicht reicht, kämpft Leonhardt aktuell gegen ihre Pfunde. Acht Kilo hat sie zugenommen, seitdem sie beschlossen hat, das Rauchen aufzugeben. Frust macht sich breit. Selbst regelmäßiges Joggen um den Ruppiner See verschafft ihr nicht den erhofften Gewichtsverlust.
Das nagt am Selbstbewusstsein der Frau. Doch gerade an ihrem Berlin-Samstag, das ist ein Samstag im Monat, an dem sie mit Freundin Verena zum Shoppen und Flanieren verabredet ist, klingelt das Telefon. Leichenfund in der Rübenmiete. Der Bummeltag muss also verschoben werden und Leonhardt macht sich auf den Weg zur Rübenmiete.

Blick auf die Klosterkirche am Ruppiner See. Das Gewässer dient im Buch „Rübentod“ von Dagmar Rosenbauer.
Christian BarkDie Leiche könnte ihr Durchbruch sein. Denn die Ermittlerin ringt um Anerkennung. Viel Erfahrung bringt die Anfang-40-Jährige nicht mit. Überraschende Hilfe bekommt sie von Richard Said Wagner. Der Berliner Polizeisprecher ist seit Monaten beurlaubt und führt aktuell ein eher abgeschnittenes Leben. Bringt die Leiche in der Rübenmiete für Leonhardt den lang ersehnten Erfolg?
Dagmar Rosenbauer, „Rübentod“, Emons Verlag, 368 Seiten, 15 Euro
„Der Mord an der Mühle“ von Henning Kreitel

Die Schönheit der Sächsischen Schweiz. Im Krimi „Der Mord an der Mühle“ von Henning Kreitel wird dort fleißig ermittelt.
Robert Michael/dpaDie Sächsische Schweiz ist bekannt für ihre einzigartige Natur und lockt jährlich unzählige Touristen und Wanderfreunde in das Osterzgebirge. Im Kriminalroman „Der Mord an der Mühle“ von Henning Kreitel ermittelt dort der Bürgerpolizist August Barthel in einer kuriosen Sache. Sein erster Fall als Polizist bringt ihn bis zu einer ehemaligen Lochmühle in Pirna, die, wie ihm Zuhälter Carlo Wolf zusteckt, in einen Edelpuff umgebaut werden soll.
Ob das Verschwinden des Zimmermanns Friedrich Hauer, dessen Handy Barthel an einer nahegelegenen Schlucht nach einer Wanderung aufgrund von Hilfeschreien findet, damit zusammenhängt, bleibt erst einmal ungewiss. Denn Anzeichen auf ein Verbrechen gibt es keine. Was Barthels Aufmerksamkeit aber sofort erregt, sind reizende Fotos der Wildhüterin Ronja Gräfe, die sich auf dem Handy des Zimmermanns befindet.
Es scheint, als wäre die Suche nach Hauer aussichtslos. Und damit scheint die Wahrscheinlichkeit, dass der Zimmermann umgebracht wurde, immer realistischer. Doch Barthel gibt nicht auf und stößt bei seinen Ermittlungen außerdem auf ein Geheimnis, das eigentlich längst vergessen zu sein scheint.
Henning Kreitel, „Der Mord an der Mühle Barthels erster Fall“, Mitteldeutscher Verlag, 248 Seiten, 20 Euro.

