Lollapalooza 2025
: Justin Timberlake zieht Fans aus Oranienburg und Südafrika nach Berlin

Mit bunten Ponchos, Glitzer und guter Laune feiern Fans die Hits von Justin Timberlake. Tag eins des Lollapalooza-Festivals endet mir einer Party für alle Generationen.
Von
Wiemke Reiners
Berlin
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Lollapalooza Festival Berlin

Justin Timberlake und seine Band „The Tennessee Kids“ sind Headliner Lollapalooza Festival Berlin. Manche Fans warten schon stunden vor Beginn des Konzerts vor der Bühne, um sich die besten Plätze zu sichern.

Carsten Koall/dpa
  • Justin Timberlake begeistert als Lollapalooza-Headliner 2025 in Berlin trotz Dauerregen die Fans.
  • Besucher aus Deutschland, Südafrika und der Schweiz feiern Hits wie „Cry Me a River“ und „SexyBack“.
  • Fans warten stundenlang vor der Bühne, um den Sänger live zu erleben; persönliche Momente inklusive.
  • Timberlake interagiert mit dem Publikum, signiert ein Plakat und würdigt die weite Anreise der Fans.
  • Regen und Matsch trüben die Stimmung nicht – das Publikum tanzt, singt mit und genießt die Show.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Regenponchos in Blau, Gelb und Rosa tanzen in dichten Gruppen über die matschige Wiese vor der Main Stage. Regen tropft von den bunten Kapuzen, darunter glitzern Strasssteine im Licht der Scheinwerfer. Dass es am ersten Tag des Lollapalooza fast ununterbrochen regnet, stört die Fans spätestens dann nicht mehr, als Headliner Justin Timberlake die Bühne betritt.

Mit Sonnenbrille, strahlendem Lächeln und einer glänzenden Hose, die erstaunlich gut zu den Ponchos passt, bewegt sich der US-Star gewohnt lässig über die Bühne. Ab dem ersten Song ist das Publikum elektrisiert und lässt sich gerne von der Energie des Sängers mitreißen.

Egal ob längst erwachsene Fans, die Timberlake noch aus der NSYNC-Ära kennen, oder solche, die vom Erwachsensein noch weit entfernt sind – die Texte sitzen. Und das stellt das Publikum bei jedem Song unter Beweis. Um das in möglichst geringer Entfernung zur Bühne zu tun, stehen viele Fans schon seit der Festivaleröffnung ganz vorne. Das erzählt zumindest Christin aus Hohen Neuendorf bei Oranienburg.

Timberlake-Konzert lässt Erinnerungen aufleben

Sie ist schon lange Justin Timberlake Fan (obwohl sie früher Team Backstreet Boys war) und hat das Ticket für das Lollapalooza-Festival von ihren Mallorca-Mädels geschenkt bekommen. Auf das lange Herumstehen vor der Bühne verzichtet die 42-Jährige heute gerne. Beim Timberlake-Konzert im vergangenen Jahr stand sie mit ihrer Tochter ganz vorne – ein besonderer Moment, sagt sie. Denn als ihre Tochter gerade mal ein Jahr alt war, hatte Christin VIP-Tickets und konnte Timberlake hautnah erleben. „Das Bändchen habe ich heute noch in meinem Portemonnaie“, sagt sie.

Christin (links) ist heute mit ihrer Tochter und einer Freundin beim Lollapalooza-Festival. Die drei sind für den Headliner Justin Timberlake hier.

Christin (links) ist heute mit ihrer Tochter und einer Freundin beim Lollapalooza-Festival. Die drei sind für den Headliner Justin Timberlake hier. Wegen des Regens mussten sie was ihre Outfits angeht umplanen, gute Laune und Vorfreude lassen sie sich aber nicht nehmen.

Wiemke Reiners

Auch Julius aus Hamburg ist für den US-Star nach Berlin gekommen. Ihn begeistert vor allem, dass Timberlake über mehr als ein Jahrzehnt hinweg so viele Hits abgeliefert hat – besonders auf den älteren Alben wie „Justified“ und „FutureSex/LoveSounds“. Mit den neueren Scheiben kann er weniger anfangen. „Seitdem ich mein Abitur habe, hat er nichts Gutes mehr abgeliefert – also so wie ich“, sagt er trocken.

Justin Timberlake in Berlin – Nie passte „Cry me te River“ besser

Justin Timberlake bindet das Publikum von Anfang an ein. Zwischen den Zeilen von „Cry Me a River“ ruft er: „Louder!“, und die Menge singt lauthals mit. Durch den Regen wirkt die Situation dramatisch, wie ein emotionales Musikvideo.

Marietta und Theresa haben auf genau diesen Song gewartet. Es ist das erste Mal, dass die beiden den US-Sänger live erleben, der sie durch ihre Jugend begleitet hat. Sie stehen zwar etwas weiter hinten, haben dafür aber umso mehr Platz zum Tanzen. Und den nutzen sie, genau wie ein vielleicht zwölfjähriges Mädchen, das auf dem Deckel einer Mülltonne balanciert, um über die Menge hinwegsehen zu können.

Julius' Glückskeks verspricht, dass sich die Anreise aus Hamburg gelohnt hat - und wenn Justin Timberlake viele seiner älteren Songs spielt, sähe Julius die Prophezeiung als erfüllt. Tammie und Tämmie, die für ihren Freund und das Festival aus der Schweiz angereist sind, wollen einfach nur die Zeit hier genießen und Spaß haben.

Julius' Glückskeks verspricht, dass sich die Anreise aus Hamburg gelohnt hat - und wenn Justin Timberlake viele seiner älteren Songs spielt, sähe Julius die Prophezeiung als erfüllt. Tammie und Tämmie, die für ihren Freund und das Festival aus der Schweiz angereist sind, wollen einfach nur die Zeit hier genießen und Spaß haben.

Wiemke Reiners

Solche Premiumplätze haben Klara (15), ihr bester Freund und ihre kleine Schwester leider nicht erwischt. Obwohl die beiden Älteren die Songs schon länger kennen, ist Klaras kleine Schwester eindeutig der größere Fan: Sie hat 150 Fan-Armbänder gebastelt, erzählt Klara.

Nach rund einer halben Stunde des Konzerts spricht Timberlake einen Fan in der ersten Reihe an, der ziemlich baff ist – und glücklich. Für den Ersten hat sich das lange warten im Regen schonmal gelohnt. Der Sänger nimmt sich auch Zeit, um Plakate im Publikum zu lesen. Auf einem steht, dass Fans extra für das Konzert aus Südafrika angereist sind – jetzt ist Timberlake derjenige, der kurz sprachlos wirkt. Unter lautem Applaus signiert er das Plakat.

„It’s a party down there“, sagt er – und hat recht. „We’re gonna sing tonight, we’re gonna dance tonight, some might fall in love – you never know.“ Bei einer Setlist vollgepackt mit Hits wie „Señorita“, „Can't stop the feeling!“ und „SexyBack“, könnte er damit durchaus behalten.