Michael Schenker in Neuruppin 2025: Gitarrist spielt Hits aus seiner Zeit mit UFO

Einst als „The German Wunderkind“ bekannt: Michael Schenker vor dem Start seiner laufenden Tournee, auf der er unter dem Titel „My Years With UFO“ auf seine Zeit bei der britischen Hardrock-Band in den 1970er-Jahren zurückblickt.
Tallee Savage- Michael Schenker blickt 2025 mit neu eingespielten UFO-Songs zurück.
- Einst als „The German Wunderkind“ bekannt, Tournee „My Years With UFO“.
- Schenker hatte Hits wie „Doctor Doctor“ und „Rock Bottom“.
- Probleme mit Bruder Rudolf, teils zerrüttet.
- Konzert in Neuruppin am 12.04., Kulturhaus, 20 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für viele Fans in Deutschland wird er wohl auf ewig „der kleine Scorpions-Bruder“ bleiben. Dabei ist er doch schon nach dem allerersten Album der Hardrock-Band aus Hannover, „Lonesome Crow“ von 1972, wieder gegangen.
Aber Michael Schenker (70) hat nach seinen sehr frühen Anfängen als Profimusiker in Niedersachsen eben eine echte Weltkarriere hingelegt. Die hat sich quasi parallel und ohne viele Berührungspunkte zu der Band seines sechseinhalb Jahre älteren Bruders Rudolf Schenker entwickelt. Zunächst wechselte Michael Schenker 1973 im erstaunlichen Alter von erst 18 Jahren zu den britischen Hardrockern von UFO. Mit dieser Band hatte er Hits wie „Doctor Doctor“, „Rock Bottom“ und „Love To Love“. In den USA und in Großbritannien galt der Gitarren-Flinkfinger damals als „The German Wunderkind“.
Michael Schenker: Reunions und Erfolge mit MSG
Später kehrte er noch einmal für kurze Zeit zu den Scorpions zurück, und zwar während der Aufnahmen zu dem Album „Lovedrive“ (1979). Da hatte aber eigentlich schon der ebenfalls 1955 geborene Matthias Jabs die Leadgitarre bei den Scorpions übernommen. Jabs ist bis heute festes Bandmitglied. Vor allem die Verbundenheit der Schenker-Brüder war es wohl, die 1978/79 in einer Umbruchsituation dazu führte, dass der abtrünnige jüngere Bruder zwischenzeitlich wieder mitmischen durfte.
Ab 1980 dann hatte der immer noch sehr junge niedersächsische Exportschlager internationale Erfolge mit seiner eigenen Michael Schenker Group (MSG). Mit dieser Formation landete er Hard-’n‘-Heavy-Genrehits wie den „Desert Song“ und „Armed And Ready“. Viele jüngere Gitarristen, die es selbst in den 1980er-Jahren zu Ruhm brachten, nennen Schenker als Vorbild. Dreimal noch kehrte der den 1990er-Jahren für kurze Zeit zu UFO zurück, ging mit der Band um Sänger Phil Mogg auf Tour und nahm mit ihnen auch neue Alben auf.
Kompliziertes Verhältnis zu Bruder Rudolf Schenker
Zwischendurch hatte Schenker auch einige Abstürze und dunkle Jahre - Alkohol und Drogen waren da im Spiel. Vielleicht war der Ruhm für ihn doch etwas zu früh gekommen.
Das Verhältnis zu seinem Bruder Rudolf Schenker gilt als schwierig bis zerrüttet. In Interviews ließen beide kein gutes Haar aneinander und gaben zu verstehen, dass sie häufig aneinander gerasselt waren. Michael lästerte über die angeblich mangelnden musikalischen Fähigkeiten seines älteren Bruders, während Rudolf das Nesthäkchen als nicht teamfähig abkanzelte. Das alles hielt die beiden nicht davon ab, bei besonderen Anlässen immer mal wieder gemeinsam aufzutreten. Kurz: eine gar nicht so untypische Geschwister-Hassliebe.
Rudolf Schenker, Jahrgang 1950, gab als Kopf der Scorpions insbesondere in den frühen Jahren oft die Richtung der bereits 1965 gegründeten Band vor. Er komponiert bis heute die meisten der Scorpions-Songs gemeinsam mit dem Sänger Klaus Meine, der erst 1969 gemeinsam mit Michael Schenker Mitglied bei der Band geworden war. Als Gitarrist hingegen stahl Michael Schenker seinem älteren Bruder stets die Show.
Welche Songs wird Michael Schenker in Neuruppin spielen?
Im vergangenen Jahr hat Schenker elf Klassiker aus seiner Zeit bei UFO noch einmal neu eingespielt. Dabei standen ihm im Studio Größen wie Axl Rose und Slash von Guns `n` Roses, Joey Tempest von Europe und Roger Glover von Deep Purple zur Seite. Die neu arrangierten Songs des Albums „My Years With UFO“ stellt Schenker derzeit auf einer Europa-Tournee vor.

Hat im Laufe der Jahre mit vielen Bands und unterschiedlichen Besetzungen zusammengearbeitet: Michael Schenker (M.) live auf der Bühne als Kopf der Michael Schenker Group (MSG), hier im Jahre 2015 im spanischen Ourense mit dem früheren Scorpions-Bassisten Francis Buchholz (r.)
Brais Lorenzo/dpaDie Songauswahl in seinem Konzertprogramm konzentriert sich vorrangig auf die Alben der klassischen UFO-Phase mit Michael Schenker, also auf „Phenomenon“, „Force It“, „No Heavy Petting“, „Lights Out“ und „Obsession“, die alle zwischen 1974 und 1978 erschienen sind. Seinen Abschluss fand Schenkers erste Zeit bei UFO übrigens 1979 mit dem Live-Album „Strangers In The Night“, das bis heute als eines der wichtigsten Hardrock-Livemitschnitte überhaupt gilt.
Auf den zurückliegenden Konzerten der Tournee hat Schenker zudem etliche Songs seiner eigenen Michael Schenker Group gespielt, darunter „Cry For The Nations“, „Emergency“ und „Armed And Ready“.
Michael Schenker: „My Years With UFO“-Tour 2025, Kulturhaus Neuruppin, Sonnabend (12.04.), 20 Uhr, www.kulturhaus-neuruppin.de

