Silly: „Zehn“ frisch auf Vinyl: Das Beste aus Ost und West

Silly ZEHN
Amiga/Sony MusicErst die Wende, dann der Tod von Tamara Danz, mehrfach stand das Projekt Silly vor dem Aus. 2006 dann die Wiederauferstehung. Schauspielerin Anna Loos besetzte das Mikrofon und machte mit dem Rest–Trio Hassbecker, Barton, Reznicek weiter. Seither sind weitere vier Studioalben erschienen. Insgesamt also zehn.
Diese bilden die Grundlage für eine Silly–Gesamtwerkschau, die entsprechend mit „ZEHN“ betitelt wurde. Das Beste aus allen Veröffentlichungen vor und nach der Wende. Und entsprechend der Mehrzahl der produzierten Alben erscheint Vinyl geradezu prädestiniert, die Karriere–Highlights zu präsentieren. Auf Doppel–LP, einmal schwarz, einmal rot, beide je 180 Gramm schwer, ist die erste Scheibe dem DDR–Schaffen gewidmet, die zweite dem der Neuzeit.
Es sind alle großen Hits vertreten, alle wurde wunderbar remastert. Dem warmen analogen Ton der Platte entlockt der Dreher zudem viele Details, die Dank der hervorragenden Nachbearbeitung wahrnehmbar Platz auf einer erstaunlich breiten und tief gestaffelten Bühne einnehmen. Dazu kommen die Songs mit vor Kraft strotzender Dynamik daher. So lebendig hat Tamara Danz noch nie geklungen. Ein würdiges Erbe, ohne Frage. Für alte Fans und Entdecker deutscher Rockmusik bestens geeignet.
Silly: Zehn; Amiga/Sony
