Streaming an Weihnachten: Diese aktuellen Serien laden zum Binge-Watching ein

Der Winter ist vorbei! Ronja (Kerstin Linden,li.) und Birk (Jack Bergenholtz Henriksson) können sich wieder sehen. In einer deutsch-schwedischen Koproduktion ist die Story nun als Serie „Ronja Räubertochter“ zu sehen. Weitere Streaming-Tipps zu Weihnachten finden Sie hier.
2023 Viaplay Group/Filmlance International AB/Film i Väst/Ahil Films/ARD Degeto Film/Audrius Solominas- ARD zeigt "Ronja Räubertochter" als Serie, gedreht in Deutschland und Schweden. Staffel 2 kommt 2025.
- Netflix-Serie "The Diplomat" zeigt US-Diplomatin in politischer Krise in London. Staffel 3 geplant.
- "Kleo" Staffel 2 auf Netflix: DDR-Spionin Kleo sucht Rache. Dreharbeiten in Brandenburg.
- ZDF-Neuverfilmung "Fünf Freunde": Abenteuer in dreiteiligem Format, angesiedelt in den 1930er Jahren.
- "Dune: Prophecy" auf Sky/Wow: Zeigt Bene Gesserit 10.000 Jahre vor "Dune". Spannende Ränkespiele.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auch zu Weihnachten gibt es spannende Serien zu entdecken. Wir haben Mediatheken und Streamingdienste durchforstet und eine Auswahl für Sie zusammengestellt.
Das sind unsere fünf Tipps:
„Ronja Räubertochter“ als Serie neu verfilmt
Die wilden Räuberbanden, die sich im Mattiswald bekämpfen, und die Freundschaft zwischen Ronja Räubertochter und Birk Borkasson verzaubert auch 43 Jahre nach Erscheinen von Astrid Lindgrens berühmten Kinderbuch „Ronja Räubertochter“. In einer deutsch-schwedischen Koproduktion ist die Story nun als Serie in der ARD-Mediathek zu besichtigen. Die Macher nehmen sich dabei einige Freiheiten und schmücken das Geschehen insbesondere mit Nebenhandlungen rund um das Dorf aus, das unter den Raubzügen der Räuber leiden muss, sodass der Ton etwas an "Game of Thrones" für Jüngere erinnert. Doch die Pluspunkte der Serie sind vor allem die grandiose Natur und die beiden Hauptdarsteller Kerstin Linden und Jack Bergenholz-Henriksson, die als Ronja und Birk ihre Freundschaft erst langsam und mit Hindernissen reifen lassen. Kleiner Spoiler: Zur Verfügung stehen bislang die ersten sechs Teile der Serie, sodass die Geschichte in der Hälfte abbricht. Staffel 2 ist für Frühjahr 2025 angekündigt.
Abrufbar in der ARD-Mediathek
„Diplomatische Beziehungen“ (Staffel 2)

Ali Ahn als Eidra Park (l-r), Keri Russell als Kate Wyler und David Gyasi als Austin Dennison sprechen miteinander in einer Szene der Netflix Serie "Diplomatische Beziehungen". Politische Intrigen, vorweihnachtliche Verwicklungen und ein Kampf gegen Rechts - was sich diese Woche zu streamen lohnt.
picture alliance/dpa/Netflix © 2024Wer nach einem Jahr voller Kriege, Regierungskrisen, Intrigen und Wahlen noch nicht genug hat von der Politik, findet hier eine starke Droge: Die Netflix-Serie „The Diplomat“ erzählt von der US-Diplomatin Kate Wyler (Keri Russell), die in schweren Zeiten den Job der Botschafterin in London übernimmt. Während sie noch damit kämpft, alle Gepflogenheiten des Protokolls und der Repräsentation zu meistern, muss sie in einer gefährlichen Krise vermitteln - es ist unklar, wer hinter dem Schlag gegen ein britisches Kriegsschiff steht. Zugleich droht ihre Ehe mit einem anderen Diplomaten (Rufus Sewell) zu scheitern. Die Handlung ist abenteuerlich und sehr fiktiv, der politische Betrieb aber klug beobachtet (Idee, Showrunner: Debora Cahn). 2023 kam die erste Staffel, diesen Herbst die zweite, eine dritte ist angekündigt. Aber Vorsicht: Das Tempo ist hoch, es wird schnell und viel gesprochen. Diplomaten unter sich eben. Doch wer einmal angefixt ist, drückt dann bereitwillig auf den Repeat-Button.
Abrufbar bei Netflix
In Brandenburg gedreht - „Kleo“ (Staffel 2)

Streaming zum Mitreden - Staffel 2 von „Kleo“ bei Netflix. Erneut wurde für die Spionage-Serie in Brandenburg gedreht, diesmal allerdings weniger in Eisenhüttenstadt, sondern im Havelland.
Robert Palka/Netflix/dpaKleo Straub (Jella Haase) ermittelt erneut. Nachdem die Suche nach dem roten Koffer in der ersten Staffel erfolglos geblieben war, meldet sich die DDR-Spionin mit dem Start der zweiten Staffel erneut wieder. Die Mission der Auftragskillerin der Stasi? Rache oder wie Kleo es selbst nennen würde: Gerechtigkeit. Denn die junge Agentin wird verraten und befindet sich bis zum Fall der Berliner Mauer im Gefängnis. Insgesamt sechs neue Folgen sorgen für Nervenkitzel sowie Lacher und einige romantische Momente im Leben der Agentin. Zudem offenbart Teil 2 der Netflix-Serie mehr Informationen über die Beziehung von Kleo und ihrer Mutter Brigitte (Anna Stieblich). Hilfe bekommt sie während ihrer Ermittlungen von Kollege Sven (Dimitrij Schaad) und ihrem Techno-begeisterten Mitbewohner Thilo (Julius Feldmeier). Zum Ende der Serie reisen Kleo und Sven gemeinsam nach Moskau, wo die ehemalige Stasi-Agentin ein unglaubliches Geheimnis über ihren totgeglaubten Vater lüftet. Zudem deutet die letzte Szene, in welcher Kleos unbekannter Zwillingsbruder Harald im All gezeigt wird, auf eine weitere Fortführung der DDR-Spionin-Serie. Gedreht wurde die zweite Staffel unter anderem in Teilen Brandenburgs. Zu sehen sind Orte im Havelland und Edmond's Hexenhaus in Falkensee.
Abrufbar bei Netflix
„Fünf Freunde“, als Dreiteiler neu verfilmt

Von links: Timmy (Kip), George (Diaana Babnicova), Julian (Elliott Rose), Dick (Kit Rakusen) und Anne (Flora Jacoby Richardson) fahren mit dem Nachtzug nach Schottland.
ZDF/James PardonSie ist und bleibt eine Außenseiterin: George, eigentlich Georgina, lebt allein mit ihren Eltern an der Küste in Cornwall. Gern ist sie mit dem Boot unterwegs, findet eines Tages auf einer felsigen Insel einen verlassenen Hund, Timmy, und damit einen Gefährten. Und dann stehen auch noch ihre Cousins Julian, Richard und Anne ins Haus.
Die Abenteuerserie „Fünf Freunde“ von Enid Blyton (1897–1968) ist eine der berühmtesten Kinderreihen. Es gibt sie als Bücher, als Serie und als Kinofilm. Nun zeigt das ZDF in Zusammenarbeit mit der BBC in der Mediathek eine dreiteilige Neuverfilmung. Den Filmen ist die Liebe zu den Büchern und vor allem der Fernsehserie aus den 1970er-Jahren anzumerken. Die Macher erzählen mit großer Ruhe und dennoch spannend, angesiedelt im England der 1930er-Jahre. Die drei Episoden sind charmant und mit großer Liebe zum Detail inszeniert – und ohne erhobenen Zeigefinger. Aktualisierungen wie die Tatsache, dass George (Diaana Babnicova) und ihre Mutter (Ann Akinjirin) als Schwarze Menschen im ländlichen Cornwall der 1930er fremd wirken, fügen sich gut in die Erzählung und unterstreichen Georges Einzelgängertum. Es ist auch eine Antwort auf durchaus rassistische Stereotypen, die sich in Enid Blytons Büchern finden.
Vor allem bleibt die Neufassung aber eine spannende, kindgemäße Verfilmung, an der auch nostalgisch veranlagte Eltern ihre Freude haben dürfen. Die Kinder haben hier das Sagen, die mit ihrer Neugier und ihrer Hartnäckigkeit Rätsel lösen wollen. Dass das so gut funktioniert, hat auch mit den jungen Darstellern zu tun, die Julian, Dick, Anne und George mit großer Freude und Einsatz spielen. Genau das Richtige für gemeinsame Streaming-Stunden an den Feiertagen.
Abrufbar in der ZDF-Mediathek, auch als englische Originalversion mit Untertiteln
„Dune: Prophecy“
Chronologisch betrachtet ist „Dune: Prophecy“ zweifelsohne ein Prequel. Immerhin ist die Handlung vor jener der Villeneuve-Verfilmungen des Wüstenplaneten-Epos angesiedelt. Allerdings strapaziert die neue Sky/Wow-Serie die Kategorie aufs äußerste: Sie spielt ganze 10.000 Jahre vor den Ereignissen um Paul Atreides!
Erzählt werden die Anfänge der Bene Gesserit, einer Schwesternschaft, die planetaren Herrschern Wahrsagerinnen zur Seite stellt – und subtil Einfluss auf die Geschicke des Universums ausübt. Eine Machtposition, die sie auch den beiden Schwestern und Hauptfiguren, Valya (Emily Watson) und Tula Harkonnen (Olivia Williams) verdankt, die sie mit Ränkespielen, Mystik und dem Kampf gegen einen rätselhaften Gegner behaupten. „House of Cards“ trifft auf „Game of Thrones“.
Dass dies trotz zehn Jahrtausenden Differenz so vertraut vorkommt, liegt an der erstaunlichen Halbwertszeit von Architektur, Technik oder Dynastien im Universum. Der Look von „Dune: Prophecy“ ähnelt stark der Villeneuve-Ästhetik, auch wenn Bombast fehlt. Selbst feudale Feden erweisen sich äußert langlebig: Die Häuser Harkonnen und Atreides stehen sich bereits damals in Feindschaft gegenüber. Freunde des Epos von Frank Herbert dürfte die Serie also begeistern – alle anderen macht sie neugierig.
„Dune: Prophecy“ ist bei Sky/Wow abrufbar