1. Mai 2026: Öffnungszeiten, Feiertag, Demos, & Co. – Darum wird der Tag der Arbeit gefeiert

Warum wird am 1. Mai demonstriert? Was ist die Bedeutung des 1. Mai? Alle Infos zum Feiertag hier.
Marcus Brandt/dpaAm ersten Mai findet nicht nur die Maiwanderungen statt, sondern lebt auch von Demonstrationen, die vor allem in den großen Städten veranstaltet werden. Doch was hat es mit diesem Tag auf sich? Alle Infos dazu gibt es hier:
- Ist der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag?
- Warum feiern wir den 1. Mai eigentlich?
- Wo gibt es Demonstrationen?
- Hängen die Walpurgisnacht und die Maibaum-Tradition zusammen?
1. Mai 2026 – Wann ist der Tag der Arbeit?
Der Tag der Arbeit wird jedes Jahr am selben Datum gefeiert: am 1. Mai. In diesem Jahr fällt der Tag auf einen Donnerstag. Wer sich ein extra langes Wochenende gönnen möchte, kann den Freitag als Brückentag nutzen.
1. Mai 2026 – Ist der Tag der Arbeit ein Feiertag in Deutschland?
Der 1. Mai ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Doch nicht nur wir haben normalerweise an diesem Tag frei. Auch in vielen anderen Ländern in Europa und weltweit gilt der 1. Mai als Feiertag. Dazu gehören unter anderem Österreich, Teile der Schweiz, Italien, Griechenland, Schweden, Russland und China.
In den USA wird ebenfalls ein Tag der Arbeit, sprich „Labor Day“, gefeiert. Allerdings findet dieser Tag nicht im Mai, sondern im September statt. Auch in Neuseeland, Kanada und Australien findet er an anderen Tagen statt.
1. Mai 2026 – Haben Bäcker und Co. geöffnet?
Da es sich beim Tag der Arbeit um einen gesetzlichen Feiertag handelt, haben Geschäfte, Firmen, Arztpraxen und öffentliche Ämter geschlossen. Geöffnet bleiben nur etwa Kioske an Bahnhöfen oder Tankstellen - und Bäcker, für diese gelten Ausnahmen. Das entscheiden diese allerdings selbst.
Ursprung und Bedeutung – Was feiern wir am Tag der Arbeit?
Der Feiertag ist bereits auf den 1. Mai 1856 zurückzuführen. An diesem Tag fanden in Australien Massendemonstrationen zur Einführung des Achtstundentags statt. 30 Jahre später wurde zur Erinnerung am 1. Mai 1886 in Nordamerika zu Generalstreiks aufgerufen. Diese hatten ebenfalls das Ziel eines Achtstundentags und damit bessere Arbeitsbedingungen. Bis dahin war ein Zwölfstundentag zu Niedriglöhnen nicht unüblich. Die Tage darauf gab es in Chicago Zusammenstöße mit der Polizei und dabei auch Tote und Verletzte.
Zum Gedenken der Opfer wurde am 1. Mai 1889 der „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen. Ein Jahr später, am 1. Mai 1890, gab es Streiks und Demonstrationen in der ganzen Welt, darunter auch in Deutschland. Im Oktober 1890 ernannte die SPD den 1. Mai zum Tag der Arbeiterbewegung.
Tag der Arbeit – Seit wann ist der 1. Mai ein Feiertag?
1919 beschloss die Weimarer Nationalversammlung, den 1. Mai einmalig zum gesetzlichen Feiertag der Arbeiterbewegung zu machen. Erst die Nationalsozialisten machten 1933 den 1. Mai als „Tag der nationalen Arbeit“ zum Feiertag und vereinnahmten ihn für ihre Propaganda. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs blieb der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag. Seit er damals umbenannt wurde, ist er bekannt als „Tag der Arbeit“.
1. Mai Demo – Warum gibt es Demonstrationen?
Jedes Jahr kommt es am 1. Mai zu größeren Demonstrationen. Vor allem in Berlin, aber auch in Hamburg gehen die Menschen am Tag der Arbeit auf die Straße. Warum ist das so? Diese Proteste richten sich in erster Linie gegen Kapitalismus, Rassismus, soziale Ausgrenzung und Gentrifizierung.
In diesem Jahr plant der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zahlreiche Protestaktionen im ganzen Land. Die Hauptkundgebung des DGB findet 2026 in xy statt. Weitere Aktionen sind in Berlin, Frankfurt am Main, Erfurt, München, Münster, Halle/Saale und Koblenz geplant.
Maibaum und Walpurgisnacht – Was ist der Tanz in den Mai?
Am Tag vor dem 1. Mai gibt es diverse andere Bräuche wie die Walpurgisnacht und die Aufstellung des Maibaums. Diese gehen vermutlich auf alte germanische Bräuche zurück. Beim Tanz in den Mai werden beim Einbruch der Dunkelheit die sogenannten Maifeuer entzündet, um nach altem Volksglauben die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Der Tanz in den Mai hängt nicht mit dem politischen Tag der Arbeit zusammen.
