10 Jahre auf dem Meer unterwegs: Deutsche Flaschenpost an Karibikstrand gespült

Deutsche warfen vor 10 Jahren eine Flaschenpost ins Meer.
Carmen Jaspersen/dpaEin Brief in einer geschlossenen Flasche, die auf dem Meer treibt und an irgendeinen Strand gespült wird – das ist der Stoff, aus denen Abenteuer gemacht sind. Ein deutsch-karibisches Abenteuer hat auch eine Flasche, die von einem deutschen Paar ins Meer geworfen wurde, erlebt.
Deutsches Paar warf 2015 Flaschenpost in den Atlantik
Das Ehepaar Jörg und Cornelia Wanke aus Heringsdorf in Mecklenburg-Vorpommern warf vor fast zehn Jahren eine Flaschenpost von einem Kreuzfahrtschiff in den Atlantik. Es war am 23. Oktober 2015, als Jörg Wanke nach einem Abendessen auf der „Star Flyer“ den Entschluss fasste, eine Flaschenpost ins Meer zu werfen. „Wir waren zwischen Madeira und Gran Canaria“, erinnert sich der 66-Jährige, der auf der Insel Usedom geboren wurde und sich selbst als „stolzen Insulaner“ bezeichnet.
Auf den Bahamas wurde ihre „message in a bottle“ gefunden
Fast 6000 Kilometer war die Flasche unterwegs, bis sie an den Strand einer unbewohnten Insel der Bahamas gespült wurde. Der Amerikaner Clint Buffingtion fand sie. Der Finder war mit seinem Vater unterwegs bei einem Strandspaziergang. Der Musiker, der in Utah lebt, war mit seiner Familie im Urlaub, als ihm die Flasche ins Auge stach. Über Social Media startete er einen Aufruf und kam schließlich durch einen Bericht in der „Ostsee-Zeitung“ mit der Familie Wanke in Kontakt. Über einen Internet-Anruf sprachen Absender und Finder miteinander. Buffington ist ein erfahrener Flaschenpost-Sammler – nach eigenen Angaben hat er bereits mehr als 100 solcher Fundstücke gemacht.
Vielleicht landet irgendwann wieder eine Flasche von Jörg und Cornelia Wanke auf einer Insel – sie haben ihr nächstes Exemplar von der Heringsdorfer Seebrücke in die Ostsee geworfen und auf die Reise geschickt.
Mit Material der dpa.
