Achtung Gesundheitsgefahr: So gefährlich ist Slush-Eis

So gefährlich ist Slush-Eis.
Christoph Soeder/dpaSlush-Eis ist seit einigen Jahren ein absoluter Trend. Doch in manchen Slush-Eis-Getränken steckt ein Zusatzstoff, der besonders für Kinder bedenklich sein kann: Glycerin, auch bekannt als E 422. Es hat einen leicht süßlichen Geschmack und wird unter anderem in der Medizin eingesetzt, etwa zur Senkung eines erhöhten Hirndrucks.
„Glycerin wird manchen Slush-Eis-Getränken zugesetzt, um sie geschmeidiger zu machen“, erklärt Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern. In höheren Mengen kann der Stoff jedoch Kopfschmerzen, Übelkeit und Benommenheit verursachen.
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Glycerin in Slush-Eis ist gefährlich für Kinder
Besonders bei Kindern, die ein geringeres Körpergewicht haben, können solche unerwünschten Wirkungen auftreten. Wie wahrscheinlich gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Slush-Eis sind, hängt laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) von der Glycerin-Konzentration im Getränk und der konsumierten Menge ab. Eine gesetzlich festgelegte Höchstmenge für Glycerin in Getränken existiert jedoch nicht.
Das BfR hat die gemessenen Glycerin-Werte in Slush-Eis-Getränken gesundheitlich bewertet. Dabei wurde angenommen, dass ein fünfjähriges Kind mit 20 Kilogramm Körpergewicht Slush-Eis mit dem durchschnittlich gemessenen Glycerin-Gehalt konsumiert. Bereits knapp 200 Milliliter des Getränks reichen demnach aus, um eine „therapeutisch wirksame Dosis“ Glycerin zu erreichen – was nach Angaben des BfR gesundheitliche Bedenken aufkommen lässt.
Lieber Slush-Eis selber machen
Bei Slush-Eis lautet die Empfehlung für Kinder daher: „nur gelegentlich und in kleinen Mengen“, erklärt Katharina Holthausen. Die Verbraucherzentrale rät Eltern außerdem, am Verkaufsstand gezielt nachzufragen, ob das Getränk Glycerin enthält.
Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann seinem Kind auch eine selbstgemachte Variante anbieten. Dafür genügen Crushed Ice sowie Fruchtsaft oder pürierte Früchte.
Mit Material der dpa.
