Ätna-Ausbruch: Video zeigt, wie Touristen fliehen

Der Vulkan Ätna spuckt aktuell Asche. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, wie Touristen fliehen.
Salvatore Allegra/AP/dpaErneut ist der Vulkan Ätna auf Sizilien ausgebrochen. Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren und von italienischen Nachrichtenseiten veröffentlicht wurde, zeigen wie der Vulkan Asche spuckt und Touristen fliehen.
Wie das italienische Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteile, wurde eine pyroklastische Strömung beobachtet - also eine Art feurige Staublawine aus Asche, Gas und Gestein, die durch einen Einsturz an der Nordseite des Südostkraters ausgelöst wurde.
Ätna: Ausbruch im Video zu sehen
Nach ersten Erkenntnissen blieb das heiße Material innerhalb des abgelegenen Valle del Leone («Löwental»). Die Gegend liegt fernab bewohnter Orte. Vorsorglich wurde die Flugwarnstufe auf Rot angehoben. Der internationale Flughafen Catania bleibt aber vorerst in Betrieb.
Hier ist ein Video einer italienischen Nachrichtenseite zu sehen. Im Video sieht man, wie der Vulkan Asche spuckt und Touristen fliehen:
Ätna: Gipfelkrater im Livestream zu sehen
Den Ätna beobachten nach Angaben der italienischen Behörden erneut auch Schaulustige. Dabei müssten die sich gar nicht selbst in Gefahr bringen, denn es gibt auch Livestreams vom Ätna, auf denen man derzeit die großen Aschewolken verfolgen kann. Einer der Livestreams ist hier zu sehen.
Etwas weiter entfernt, dafür mit mehr Überblick über die gesamte Gegend, ist diese Livecam aufgestellt, die man auf YouTube verfolgen kann:
Strombolianische Eruption am Ätna
Laut INGV hat sich die explosive Aktivität zu einer Lavafontäne verstärkt - eine eruptive Phase, bei der flüssige Lava aus dem Krater geschleudert wird. Auch der sogenannte Tremor, also die messbaren Erschütterungen im Untergrund, habe dem Institut zufolge zugenommen. Erste Bodenverformungen im Kraterbereich wurden ebenfalls registriert.
Der etwa 3.350 Meter hohe Ätna bricht mehrmals im Jahr aus und wird von Fachleuten ständig überwacht. Diese sogenannten strombolianischen Eruptionen - also regelmäßig explosive Ausbrüche - bietet meist einen spektakulären Anblick und ziehen zahlreiche Schaulustige an. Seit Anfang Mai meldete das INGV in der Region mehrere Eruptionen.
Mit Material von dpa.
