Corona Zahlen Deutschland aktuell
: RKI-Fallzahlen heute: Inzidenz, Neuinfektionen und Co. am 25.02.2021

Wie hoch sind die Corona-Zahlen in Deutschland aktuell? Steigt die Inzidenz weiter? Das RKI meldet heute die neuen Fallzahlen: Neuinfektionen, Tote und Genesene am Donnerstag, 25.02.21.
Von
Julia Horn,
Uwe Keuerleber
Ulm
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Das RKI meldet die aktuellen Corona-Zahlen für Deutschland am Donnerstag, den 25.02.2021: So hoch liegen Neuinfektionen, Tote, Genesene und Co. heute. (Symbolbild)

Uwe Anspach / DPA

Kommt eine Dritte Welle der Corona-Pandemie auf die Bundesrepublik zu, wie Kanzlerin Angela Merkel (CDU) es kürzlich in einem Interview angedeutet hat? Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen zumindest wieder an, der wochenlang anhaltende Trend, dass die Zahlen - insbesondere die der Neuinfektionen - niedriger werden, scheint zum Erliegen gekommen zu sein.

Beim Corona-Gipfel am kommenden Mittwoch, 03.03.2021, wird über mögliche Lockerungen entschieden. Eine wichtige Entscheidungsgrundlage ist dabei, wie sich die Corona-Zahlen in Deutschland entwickeln. Wie hoch also sind die aktuellen RKI-Fallzahlen für Donnerstag, 25.2.2021?

Neue RKI-Fallzahlen für Deutschland heute: Inzidenz, Neuinfektionen und Tote am 25.02.21

  • Neuinfektionen: Die aktuellen Corona-Zahlen lagen am Donnerstagmorgen laut RKI bei 11.869 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Gestern, Mittwoch, 24.02., wurden 8007 neue Corona-Fälle in Deutschland registriert. Am Donnerstag vor einer Woche, dem 18.02.21, waren insgesamt 10.207 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet worden.
  • Zeit Online„ berichtete, dass es 10.620 Neuinfektionen gibt. Die Zahlen von Zeit Online basieren auf den direkten Angaben aus den Landkreisen. Sie sind weniger als die Statistiken des Robert Koch-Instituts von verzögerten Meldeketten betroffen und können deshalb abweichen.
  • Infektions-Rekord: Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 Fällen am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.
  • Infizierte: Insgesamt wurden laut dem RKI seit Beginn der Pandemie in Deutschland 2.414.687 positiv getestete Fälle registriert. Die tatsächliche Gesamtzahl aber dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
  • Tote: Das RKI meldete 385 neue Todesfälle, die im Zusammenhang mit Corona stehen. Damit hat es in Deutschland seit Beginn der Pandemie 68.740 Corona-Tote gegeben. Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI 534 Tote binnen eines Tages gemeldet. „Zeit Online“ zufolge gab es 366 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
  • Höchststand der Todesfälle: Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen in Deutschland binnen eines Tages war am Donnerstag, 14.1.21, erreicht worden.
  • R-Wert: Das RKI gibt in seinem aktuellen Lagebericht ein so genanntes Sieben-Tage-R an. Dieser Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Er liegt jetzt bei 0,98. Am Vortag hatte er bei 0,98 gelegen. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.
  • 7-Tage-Inzidenz: Die zur Lagebeurteilung und für Beschlüsse rund um den Lockdown maßgebliche 7-Tage-Inzidenz beziffert die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Der Wert liegt laut RKI am Donnerstag bei 61,7. Am Mittwoch betrug er 59,3. Der bisherige Höchststand war am Dienstag, 22.12., mit 197,6 erreicht worden. Die meisten Bundesländer verzeichnen laut RKI weiterhin sinkende Sieben-Tages-Inzidenzen.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz pendelt seit mehreren Tagen um die Marke 60. Während des seit Dezember andauernden harten Lockdowns war der Wert wochenlang zurückgegangen, bevor er im Verlauf der vergangenen Tage wieder stieg, dann sank und nun erneut stieg.
  • Nach Angaben von Zeit Online liegen aktuell 2955 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation.

Corona-Zahlen für Deutschland, USA und Co.: Die Fallzahlen der Johns-Hopkins-Uni

Die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, welche die Corona-Daten global erfasst, meldet am heutigen Donnerstag (Stand 6.00 Uhr) weltweit rund 112.536.726 Infektionen mit dem Coronavirus bisher.

Gestorben sind demnach auf der Welt bisher mehr als 2.497.023 Menschen.

Die drei am stärksten Betroffenen Länder sind:

  • USA: 28.335.264 Infizierte und 505.803 Tote.
  • Indien: 11.030.176 Infizierte und

156.567 Tote.

  • Brasilien: 10.324.463 Infizierte und

249.957 Tote.

  • Deutschland folgt weiterhin auf dem weltweit 10. Rang mit laut JHU bisher 2.416.037 Infizierten und 69.170 Toten.

Baden-Württemberg will Lockerungen für Handel, Gastronomie Museen mit Schnelltests

Wie am Donnerstag, 25.02.2021, bekannt wurde, will Baden-Württemberg beim Corona-Gipfel am 3.03.2021, auf eine schrittweise Lockerung des Corona-Lockdowns dringen. Mit Hilfe von Schnelltests sollen Restaurants, Läden und Museen wieder öffnen dürfen.

RKI-Dashboard: Aktuelle Corona-Zahlen für Deutschland

Das Robert Koch-Institut ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage „das Public-Health-Institut für Deutschland“. Das Team des Instituts möchte die Bevöl­ke­rung in Deutschland vor Krank­heiten schützen und ihren Gesundheits­zu­stand verbessern. Es besteht aus 1100 Menschen mit 90 verschiedenen Berufen.

Das Dashboard des RKI liefert während der Corona-Pandemie täglich die neuen Fallzahlen – für die gesamte Bundesrepublik, die Bundesländer, aber auch die darunter liegenden Kreise. Es zeigt unter anderem die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle und Genesenen an. Zum Dashboard geht es hier.

Corona-Impfung in Deutschland: So viele Menschen haben sich schon impfen lassen

  • Die Zahl der Menschen mit einer ersten Impfung gegen Corona liegt laut RKI bei 3.518.294.
  • Die Zahl der Menschen, welche die zweite Dosis Impfstoff gegen das Coronavirus bekommen haben, beträgt 1.854.928.

Corona-Zahlen in Deutschland: Studie zu Sterberisiko bei britischer Mutation B117

Eine Corona-Infektion geht für jeden Menschen mit einem gewissen Sterberisiko einher. Für die zunächst in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7 hat der Stuttgarter Mathematiker Christian Hesse dies nun aufzuschlüsseln versucht. „Das nach Infektion mit der britischen Mutante bestehende Sterberisiko ist für 80-Jährige mehr als 1000 Mal so hoch wie für 20-Jährige“, erklärte er der Deutschen Presse-Agentur zu seiner Rechnung.

Ohne Corona liege dieser Faktor bei Männern bei rund 130, bei Frauen bei 200 - bei einem Senior ist der Tod immer wahrscheinlicher als bei einem jungen Menschen.

Jens Spahn: Corona-Schnelltests sollen bald kommen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet Corona-Selbsttests schon in den kommenden Tagen in den Regalen. „Wir werden heute die ersten drei Tests genehmigen“, sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“.

In den nächsten Tagen werde es sie dann auch in Geschäften - etwa in Discountern - geben, „also niedrigschwellig erreichbar“. Er gehe davon aus, dass in der nächsten Woche weitere Zulassungen ausgesprochen werden könnten.

Reproduktionszahl, Neuinfektionen, Inzidenz und Co.: Die wichtigsten Corona-Kennzahlen erklärt

Seit Beginn der Corona-Pandemie werden jeden Tag Fallzahlen veröffentlicht, die den Verlauf nachzeichnen sollen. Hier die Erklärung, welche Zahlen was bedeuten.

Reproduktionszahl (R-Wert)

Die Reproduktionszahl - oder kurz R-Wert - beschreibt, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung ansteckt. Liegt die Zahl über eins, breitet sich eine Krankheit immer weiter in der Bevölkerung aus. Je weiter sie sich von der eins entfernt, desto schneller und bedrohlicher verläuft der Trend. Dabei handelt es sich aber immer nur um eine pauschale bundesweite Lageeinschätzung.

Es gibt außerdem gewisse Ungenauigkeiten durch Meldeverzüge und andere Faktoren. In Deutschland schwankt der Wert nach Schätzungen des RKI derzeit um eins. Nach Angaben der Experten dort gilt das schon als Erfolg und weist darauf hin, dass Gegenmaßnahmen zur Kontaktreduzierung wirken. Diese verringern die Chance, dass ein Infizierter weiterer Menschen ansteckt und drücken so den R-Wert. Sonst könnte dieser durchaus bei drei oder vier liegen.

Neuinfektionen

Der R-Wert allein sagt nicht unbedingt etwas aus über die Dramatik der gesamten Entwicklung. Sie ergibt sich erst aus der Kombination mit der Zahl der täglichen oder wöchentlichen Neuinfektionen. Der Grund ist einfach: Bei gleichem R-Wert macht es einen gewaltigen Unterschied, ob täglich 50.000 Ansteckungen hinzukommen oder einige hundert. Die Ausbreitungsdynamik ist theoretisch gleich, belastet die Kapazitäten der Gesundheitssysteme im Fall der höheren Zahlen allein durch die schiere Masse aber mit wesentlich größerer Wucht.

In Deutschland bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen inzwischen zwischen 12.000 und 30.000 Fällen. Das ist ein extremer Anstieg in relativ kurzer Zeit. Noch Anfang Oktober lag die Zahl der täglich neu gemeldeten Fälle laut RKI bei nur tausend bis 4000. In anderen europäischen Ländern ist die Entwicklung noch dramatischer.

Siebentage-Inzidenz

Die sogenannte Siebentageinzidenz ist ein zentraler Maßstab, um die Infektionsdynamik in einem bestimmten Gebiet zu beurteilen und über Gegenmaßnahmen zu entscheiden. Sie wird in Deutschland auf Gemeinde- oder Landkreisebene erfasst und drückt aus, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen registriert wurden.

Dahinter verbergen sich aber regional unterschiedliche Trends. Als wesentliche Schwelle zur Einführung strengerer Eindämmungsmaßnahmen wurde in Deutschland ein Inzidenzwert von 50 eingeführt, der inzwischen fast flächendeckend aber deutlich überschritten wurde.

Schwere Verläufe und Intensivbettenbelegung

Letztlich entscheiden nicht die Fallzahlen allein darüber, wie gut ein Land die Pandemie bewältigen kann. Von entscheidender Bedeutung ist vielmehr, ob die Kapazitäten des Gesundheitssystems ausreichen, um die Erkrankten zu behandeln. Deshalb beobachten Experten und Politik sehr genau, wie sich die Zahl der schweren Verläufe und der verfügbaren Behandlungsplätze entwickelt.

Erstere wird vor allem dadurch beeinflusst, wie sich das Virus innerhalb der Risikogruppen verbreitet, bei denen schwere Verläufe viel wahrscheinlicher sind. Besonders genau betrachtet wird die Anzahl der Intensivpatienten, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Kapazitäten in diesem Bereich sind immer begrenzt, allein schon mit Blick auf das Fachpersonal.

Die Zahl ist auch noch aus anderem Grund ein wichtiger Maßstab bei Entscheidungen über die Eindämmungsmaßnahmen: Es gibt dabei keine Dunkelziffer. Anders als bei Meldezahlen zu Infektionen, die auch durch Teststrategien beeinflusst werden, gibt es bei den künstlich beatmeten Intensivpatienten in Kliniken keine „Untererfassung“. Zu beachten ist aber ein Zeitverzug von zwei Wochen. So lange dauert es nach einer Ansteckung, bis sich schwere Verläufe einstellen. Die Zahl der Intensivpatienten hinkt der Infektionsdynamik hinterher.