Alternativen zu X
: Threads, Bluesky & Mastodon – was können andere Kurznachrichtendienste?

Keine Lust mehr auf X - ehemals Twitter? Wir verraten, welche Alternativen es zu dem Kurnachrichtendienst gibt.
Von
Jakob Kerry
Berlin
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Soziale Netzwerke - Nachrichtenapps: ARCHIV - 06.06.2018, Baden-Württemberg, Rottweil: Die Logos von WhatsApp (obere Reihe l-r), Twitter und Telegram, sowie Snapchat (untere Reihe l-r), Instagram und Facebook sind auf dem Bildschirm eines iPhones zu sehen. (zu dpa: ««Digitale Streetworker» halfen 2024 rund 1.000 Menschen») Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Soziale Medien gehören mittlerweile zum Alltag. Aber X ehemals Twitter, hat so einiges von seiner Strahlkraft von früher verloren. (Symolbild)

Silas Stein/dpa

So manch alte Namen lösen Nostalgie aus. Wer Fußballfan ist, wird sich noch an das Westfalenstadion erinnern, das heute Signal-Iduna-Park heißt. Andere trauern dem alten Namen von Chemnitz, Karl-Marx-Stadt, noch hinterher. Und für Social-Media-User löst der Begriff Twitter noch immer Nostalgie an vergangene Zeiten des Internets aus.

Nachdem der Multimilliardär und rechts-libertäre Elon Musk das Unternehmen im Jahr 2022 gekauft hatte, steckte er den blauen Vogel in den Käfig und ersetzte ihn durch ein weißes X. Seither hat sich so einiges verändert. Musk ordnete an, einige Accounts, die wegen diskriminierende und der Verbreitung radikaler Inhalte zu entsperren und wieder zuzulassen. Die Plattform bewegte sich zunehmend dazu hin, eine Plattform für Fake-News zu werden.

Viele Organisationen und Personen, des öffentlichen Lebens verließen in den letzten Monaten X und wechselten die Plattform. Denn es gibt Alternativen, die versuchen, die positiven Seiten eines Kurz-Nachrichtendienstes zu bewahren und einen Austausch zu ermöglichen. Hier ein Überblick zu den gängigsten X-Alternativen.

Twitter wie früher – ist das möglich?

Bluesky
Der weiße Schmetterling auf blauen Hintergrund bei Bluesky erinnert von seiner Ästethik stark an das alte Twitter-Logo. Die Anwendung ist kostenlos und noch verhältnismäßig neu am Markt. Seit 2024 ist die Anwendung öffentlich. Man kann Kurznachrichten mit maximal 300 Zeichen veröffentlichen und teilen.

Diverse Medien wie der Spiegel oder die Zeit nutzen die App bereits oder andere Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen sind dort ebenso vertreten. Aktuell erinnert Bluesky an die Anfangszeiten von Twitter, als man noch barrierefrei mit Personen des öffentlichen Lebens in Kontakt treten konnte und angeregte Diskussion ohne Spam und Hass führen konnte.

Threads
Neben X kommt der Kurznachrichten-Dienst Threads mit ähnlich starkem finanziellem Rückhalt daher. Threads ist der Kurznachrichtendienst des Mega-Konzerns Meta, zu dem unter anderem auch WhatsApp, Facebook und Instagram gehören.

Für die Anmeldung von Threads ist ein Meta-Account notwendig, wer sich also bei Threads registriert möchte, benötigt entweder einen bereits registrierten Meta-Account, also Instagram oder Facebook, oder kann sich per Handynummer registrieren. Auf Threads kann man Nachrichten mit maximal 500 Zeichen veröffentlichen. Die Nutzung ist wie bei Bluesky auch kostenlos.

Social-Media und seine kreativen Lösungen

Mastodon
Den Kurznachrichtendienst Mastodon gibt es bereits seit 2016. Durch den Niedergang von X erhielt er kurzzeitig einen Aufschwung und wurde anfangs als neue Twitter-Alternative gehandelt. Der Hype ist mittlerweile verflogen. Nachrichten können maximal 500 Zeichen lang sein, das kann sich allerdings je nach Server, auf dem man gerade unterwegs ist ändern.

Mastodon ist etwas anders organisiert, als herkömmliche Kurz-Nachrichten-Dienste. Man kann als Privatperson seinen eigenen Server eröffnen und launchen, auf dem man selbst Einstellungen verändern kann, auch das kostenlos. Während Mastodon nur eine Handvoll Server betreibt, werden mehr als 10.000 von Privatpersonen oder Organisationen betrieben.