Angelika Mann ist tot: Woran starb die DDR-Ikone?

Angelika Mann in Berlin. Was ist zur Todesursache der Sängerin bekannt?
Jens Kalaene / dpaDie Sängerin und Schauspielerin Angelika Mann ist tot. Die Künstlerin starb im Alter von 76 Jahren, wie ihre Familie gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigte. Was ist zu den Umständen ihres Todes aktuell bekannt?
Angelika Mann: Todesursache
Angelika Mann erlag laut dpa einem Krebsleiden. Weitere Details zu Art oder Verlauf der Erkrankung wurden zunächst nicht veröffentlicht. Medienberichten zufolge wurde bei Mann 2021 Brustkrebs diagnostiziert.
Angelika Mann: Leben und Wirken
Mann stand mehr als ein halbes Jahrhundert als Musikerin, Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin auf der Bühne. Besonders in der DDR wurde Angelika Mann zu einem Star. Doch auch nach dem Mauerfall blieb sie präsent und trat weiterhin auf zahlreichen Bühnen auf.
Angelika Mann, die wegen ihrer Körpergröße von 1,49 Metern auch „die Lütte“ genannt wurde, wuchs in Berlin auf. Musik prägte sie von klein auf: Schon als Kind übte sie bis zu acht Stunden täglich Klavier, später interessierte sie sich sowohl für klassische Musik als auch für Pop von Bach bis Beatles.
Nach dem Schulabschluss schlug sie zunächst einen anderen Weg ein. Die Arzttochter machte eine Lehre in einer Apotheke. Den Publikumskontakt schätzte sie dabei besonders und sang ihren Kolleginnen und Kollegen in der Mittagspause die neuesten Schlager vor.
In den 1970er Jahren begann ihre Musikkarriere richtig Fahrt aufzunehmen – zunächst an der Seite des Komponisten Reinhard Lakomy. Ihre Stimme ist bis heute auf Lakomys millionenfach verkaufter Kinderschallplatte „Traumzauberbaum“ zu hören. Darüber hinaus trat Angelika Mann unter anderem mit Manfred Krug sowie der Jazz-Sängerin Uschi Brüning auf.
Weil sie sich in der DDR zunehmend unwohl fühlte, stellte Angelika Mann 1984 einen Ausreiseantrag. Ein Jahr später, 1985, durfte sie das Land verlassen. Im Westen konnte sie rasch an frühere Erfolge anknüpfen: Am Theater des Westens wurde sie etwa als Lucy in der „Dreigroschenoper“ gefeiert.
Trotz ihres Weggangs blieb Angelika Mann dem Osten Deutschlands verbunden. Nach dem Mauerfall trat sie wieder regelmäßig dort auf und war weiterhin gefragt. Unter anderem wirkte sie in der Comödie Dresden im Theaterstück „Kalender Girls“ mit. Auf der Bühne stand sie dabei an der Seite bekannter Schauspielgrößen wie Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn.
Neben der Bühne arbeitete Angelika Mann auch vor der Kamera. Zu ihren Filmprojekten zählt unter anderem „Der Einstein des Sex“ von Rosa von Praunheim.
