Angeln mit Erfolg
: Auf dieser spektakulären Brücke fängt man die dicksten Fische

Atemberaubende Ausblicke, Angelparadies und bauliches Meisterwerk – diese Küstenstraße mit mehreren Brücken bietet viele Optionen zum Angeln. Alles Wichtige und Tipps für den erfolgreichen Fang.
Von
Doreen Matschuk
Vevang
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Angler auf der Atlantikbrücke in Norwegen

Angeln mit Erfolg: Auf dieser Brücke fängt man wohl die dicksten Fische und hat zugleich eine spannende Artenvielfalt. Was man dabei beachten sollte. (Symbolbild)

Doreen Matschuk

Auf dieser Brücke fängt man die dicksten Fische, so sagt man sich. Darüber hinaus gibt es eine andere Artenvielfalt als in Deutschland. Wer das Angeln liebt, sollte hier mindestens einmal gewesen sein und sein Glück versuchen.

Für viele ist Angeln mehr als nur ein Hobby – es ist eine Auszeit vom Alltag, eine Rückkehr zur Natur und manchmal auch ein kleines Abenteuer. Kaum ein Ort verbindet diese Elemente so eindrucksvoll wie die Atlantikstraße in Norwegen.

Entlang dieser spektakulären Küstenroute treffen imposante Landschaft, kristallklares Wasser und ein Fischreichtum aufeinander. Ob vom Ufer, von den Brücken oder vom Boot aus – hier findet jeder seinen Platz am Wasser.

Die Atlantikbrücke: wo Norwegen endet und der offene Atlantik beginnt

Ein Straßenabschnitt, der als „Bau des Jahrhunderts“ gefeiert wurde, zieht jährlich Menschen aus aller Welt an. Die sogenannte Atlantikstraße führt entlang einer zerklüfteten Küstenregion und verbindet auf 35 Kilometern zahlreiche Inseln, Schären und Brücken – ein Traum für Roadtrip-Fans, Fotografen und Outdoorliebhaber. Und natürlich auch Angelbegeisterte, denn hier gibt es unendlich Möglichkeiten, die Angel auszuwerfen.

Bauliche Meisterleistung mit einzigartiger Aussicht und Natur

Der Bau dieser eindrucksvollen Strecke begann 1983. 1989 wurde sie eröffnet und gilt seither als eines der größten Ingenieurprojekte der Region. Besonders bekannt ist die Storseisund-Brücke, die höchste von insgesamt acht Brücken auf dieser Route. Ihre geschwungene Form macht sie nicht nur zu einem architektonischen Highlight, sondern auch zum beliebten Fotomotiv.

Die Atlantikbrücke ist ein Hotspot für Angler aus aller Welt

Mit genau dem Blick auf dieses einzigartige Bauwerk gibt es eine weitere, speziell für Angler gestaltete Brücke – die Myrbærholm-Brücke. Durch eine Art Nebengang ist es möglichen direkt von der Straße aus zu angeln, ohne ein Verkehrsrisiko darzustellen.

Forelle, Kabeljau, Makrele und Seelachs schwimmen nichtsahnend von der Welt über ihnen unter den Brücken hindurch. Bei ruhiger See können sogar Robben und Wale gesichtet werden.

Uferangeln in Norwegen: Tipps für Einsteiger

Besonders erfolgreich ist das Angeln vom Ufer, wenn man mit der richtigen Technik arbeitet. Der Dorsch ist in Grundnähe der häufigste Fang, während in tieferen Wasserschichten vor allem Pollack, Köhler und Makrele anzutreffen sind. Um herauszufinden, wo sich die Fische aufhalten und welche Arten gerade beißen, sollte man den Köder bei jedem Wurf durch unterschiedliche Tiefen führen.

Laut angelzeile.com eignen sich als Köder besonders Blinker bis 30 Gramm sowie Gummifische bis 10 cm Länge. Die passenden Jigköpfe wiegen meist zwischen 20 und 40 Gramm, wobei die schwereren Modelle nur bei starker Strömung verwendet werden sollten. Wichtig ist auch, die Bremse der Angelrolle vor dem ersten Wurf korrekt einzustellen, um Fischverluste zu vermeiden. Denn selbst in Ufernähe kann ein großer Pollack zuschlagen und darauf sollte man vorbereitet sein.

Wer es professioneller angehen möchte, kann lokale Anbieter wie das Strømsholmen Sjøsportsenter nutzen. Hier gibt es geführte Touren zu den besten Fangplätzen.

Übernachten mit Ausblick

Entlang der Atlantikbrücke bieten sich zahlreiche Parkplätze, auf denen auch Übernachtungen im Auto oder Wohnmobil erlaubt sind. So ist der Angelplatz zu jeder Tageszeit und Witterung nur wenige Meter entfernt. Ob bei Sonnenuntergang oder stürmisches Wetter – diese Küstenstraße bietet zu jeder Tageszeit ein unvergessliches Naturerlebnis.