Auswärtiges Amt aktualisiert Sicherheitshinweise
: Kann man aktuell in die Türkei fliegen?

Das Auswärtige Amt hat am 4. März 2026 seine Reise- und Sicherheitshinweise für die Türkei aktualisiert.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Flughafen (Symbolbild): ARCHIV - 20.11.2025, Niedersachsen, Hannover: Ein Flugzeug von Turkish Airlines - Flug TK1555 von Istanbul nach Hannover - steht nach der Ankunft am Flughafen Hannover. Die lange Wartezeit in Pakistan hat für einige weitere Afghaninnen und Afghanen aus den Bundesaufnahmeprogrammen ein Ende. Zum sechsten Mal seit dem Regierungswechsel sind in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad Afghanen mit Aufnahmezusage Richtung Deutschland geflogen (zu dpa: «Linke: In Türkei festgesetzte Aktivisten wieder frei») Foto: Shireen Broszies/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Luftraum über der Türkei ist offen.

Shireen Broszies/dpa

Eine generelle Reisewarnung für die Türkei besteht derzeit nicht. Flüge in das Land sind weiterhin möglich. Allerdings weist das Auswärtige Amt darauf hin, dass sich die Lage in der Region schnell verändern kann und Einschränkungen im internationalen Flugverkehr nicht ausgeschlossen sind.

Militärische Eskalation in der Region sorgt für Unsicherheit

Seit dem 28. Februar 2026 führen Israel und die USA Luftschläge gegen Ziele im Iran durch. In Reaktion darauf kam es zu Luftangriffen aus Iran auf verschiedene Ziele in der Region. Mehrere Staaten haben daraufhin ihren Luftraum zeitweise gesperrt. Auch internationale Drehkreuze, etwa Flughäfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in Katar, sind von Einschränkungen betroffen. Dadurch kann es auch bei Flügen in andere Länder der Region zu Verzögerungen oder Änderungen kommen.

Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums wurde am 4. März 2026 zudem ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss über türkischem Staatsgebiet abgefangen.

Flüge in die Türkei grundsätzlich weiterhin möglich

Trotz der angespannten Lage sind Flugreisen in die Türkei derzeit weiterhin möglich. Große Urlaubsregionen wie Antalya, Istanbul oder die türkische Riviera sind nicht direkt von den aktuellen militärischen Ereignissen betroffen. Dennoch kann es aufgrund der Situation im Nahen Osten zu Einschränkungen im internationalen Flugverkehr kommen. Reisende sollten deshalb vor Abflug prüfen, ob ihre Verbindung planmäßig stattfindet. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich bei Fragen zu gebuchten Flügen direkt an die jeweilige Fluggesellschaft oder den Reiseveranstalter zu wenden.

Von Reisen in bestimmte Grenzregionen wird abgeraten

Unabhängig vom Flugverkehr rät das Auswärtige Amt weiterhin von nicht notwendigen Reisen in bestimmte Grenzgebiete der Türkei ab. Betroffen sind Regionen an der Grenze zu Iran, Irak und Syrien. Dies betrifft insbesondere die Provinzen Ağrı, Iğdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Şırnak und Hakkâri im Osten und Südosten des Landes. Diese Regionen spielen für den klassischen Türkeiurlaub in der Regel keine Rolle, da sie weit entfernt von den bekannten Bade- und Tourismusgebieten liegen.

Reisende sollen aktuelle Lage beobachten

Wer eine Reise in die Türkei plant oder sich bereits im Land aufhält, sollte die aktuelle Sicherheitslage aufmerksam verfolgen. Das Auswärtige Amt empfiehlt, regelmäßig Nachrichten zu verfolgen und Anweisungen von Behörden und Sicherheitskräften zu beachten. Außerdem sollten größere Menschenansammlungen sowie die Nähe von Regierungs- und Militäreinrichtungen gemieden werden. In der gesamten Türkei besteht laut Auswärtigem Amt grundsätzlich eine mögliche terroristische Gefährdung. Reisenden wird außerdem empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts („Elefand“) einzutragen. So können deutsche Staatsbürger im Notfall schneller erreicht werden.