Auswärtiges Amt warnt
: Sicherheitshinweis für diese Regionen Thailands

Aufgrund des Konflikts zwischen Thailand und Kambodscha, bei dem ein Mensch getötet wurde, warnt das Auswärtige Amt vor bestimmten Regionen Thailands.
Von
Nicole Züge
Berlin
Jetzt in der App anhören
Tourismus auf Koh Samui: ARCHIV - Ausländische Thailand-Touristen müssen ab dem 1. Mai ihre Ankunftsdaten digital übermitteln - egal ob sie per Luft, Wasser oder Land einreisen. (zu dpa: «Thailand führt ab 1. Mai digitale Einreisekarte ein») Foto: Carola Frentzen/dpa - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Tourismus auf Koh Samui. Das Auswärtige Amt warnt vor bestimmten Regionen Thailands, gibt für einige sogar eine Teil-Reisewarnung heraus. Was Reisende wissen müssen.

Carola Frentzen/dpa

Ende Mai 2025 kam es, im seit Jahrzehnten schwelenden Grenzkonflikt zwischen Thailand und Kambodscha, zu einem Schusswechsel zwischen Soldaten beider Staaten. Dabei wurde ein kambodschanischer Soldat getötet.

Das Auswärtige Amt reagiert nun mit einem Sicherheitshinweis für Reisende, da sich der Konflikt weiter zuspitzt. Zudem gelten Teil-Reisewarnungen für bestimmte Gebiete Thailands. Was Reisende jetzt wissen müssen und was die Warnung des Auswärtigen Amtes für den Urlaub bedeutet.

Sicherheitshinweis für Thailand wegen Kambodscha-Konflikt

Hintergrund des Konflikts ist ein seit Jahrzehnten andauernder Streit zwischen Thailand und Kambodscha, der in die Kolonialzeit zurückreicht und sich unter anderem um die jahrhundertealte Tempelanlage in Preah Vihear dreht. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschied 2013, dass die Ruinen von Preah Vihear zu Kambodscha gehören. Gelöst ist der Konflikt damit offensichtlich nicht.

Zwar sind die Nachbarländer aktuell in Gesprächen, nach Angaben der Deutschen Presseagentur haben die Konflikte sich seit dem Schusswechsel an der Grenze aber weiter zugespitzt. Thailand hatte in den vergangenen Tagen seine Kontrollen an der Grenze zu Kambodscha verschärft, Phnom Penh hatte seine Truppen am Freitag zu „voller Alarmbereitschaft“ aufgerufen. Anfang Juni kündigte die kambodschanische Regierung an, vor dem Internationalen Gerichtshof gegen das Nachbarland klagen zu wollen.

Das rät das Auswärtige Amt allen Thailand-Touristen

Das Auswärtige Amt weist Thailand-Reisende nun darauf hin, dass auf beiden Seiten der Grenze die Militärpräsenz erhöht wurde. Kurzfristige Schließungen von Grenzübergängen können demnach nicht ausgeschlossen werden. Betroffen sind insbesondere die Grenzübergänge im Nordosten Thailands (Isan). Reisende sind dazu angehalten, sich unbedingt vor einer Reise ins Grenzgebiet über die konkrete Lage vor Ort zu informieren und dort besonders vorsichtig zu sein

Teil-Reisewarnung für diese Regionen Thailands

Schon seit längerer Zeit warnt das Auswärtige Amt zudem davor, in diese Regionen Thailands zu reisen: Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani sowie Teile von Songkhla (Bezirke Chana, Na Thawi, Thepha und Saba Yoi) im Süden Thailands

Was bedeutet der Sicherheitshinweis für meinen Thailand-Urlaub?

Reisende können nach bisherigem Stand ihre geplante Reise antreten bzw. fortsetzen. Bisher gibt es keine großflächige Reisewarnung für Thailand, die laut Reiserecht-Experten einen Anhaltspunkt liefern würde, um eine geplante Reise zu stornieren. In der Regel setzen sich Reiseveranstalter bei gefährlichen Lagen mit Reisenden in Verbindung, oft kann man dann auch kostenlos stornieren oder umbuchen. Allein die Angst vor einem drohenden Konflikt ist kein Grund, die Reise zu stornieren bzw. bleiben Reisende in solchen Fällen dann auf den Kosten sitzen. Auch interessant: Reisewarnungen aktuell - diese Urlaubsländer sind derzeit auch betroffen