Beliebter Badesee in Berlin: Wer hier badet, zahlt jetzt Strafen über 200 Euro

Die Geldstrafe für das Wildbaden im Berliner Plötzensee wurde aufgrund von Missachtungen des Badeverbots stark angehoben.
Daniel Reinhardt/dpaObwohl es am Plötzensee ein Freibad gibt, baden trotz Verbotsschildern und Zäune zahllose Menschen auf der anderen Seite des Sees wild. Jetzt soll das Ganze laut Bezirksamt richtig teuer werden.
Berlin Wedding: So teuer ist das Wildbaden im Plötzensee
Aufgrund von geschützten Uferzonen ist das Baden im Berliner Plötzensee nicht erlaubt. Wer dennoch von dort aus im Plötzensee baden geht und sich gegenüber Verwarnungen nicht einsichtig zeigt, muss in Zukunft mit einem höheren Bußgeld rechnen.
Bisher lag das Bußgeld für das Wildbaden im Plötzensee bei 83,50 Euro. Nun soll das wiederholte Missachten des Ordnungsamtes mit über 200 Euro bestraft werden. Ganze 228,50 Euro kann das Wildbaden im Plötzensee somit kosten.
Wer legal im Plötzensee baden möchte, sollte das dazugehörige Freibad besuchen. Hier zahlt man montags bis donnerstags 8 Euro und von Freitag bis Sonntag 10 Euro. Für Ermäßigte kostet der Besuch 5 Euro.
Hintergrund: Geschützte Uferbereiche
Da Kontrollen sowie Zäune und Warnschilder in der Vergangenheit zu wenig Wirkung gezeigt haben, wurden nun Konsequenzen gezogen und das Bußgeld angehoben. Bereits seit 2021 existiert in geschützten Bereichen des Plötzensees in Berlin-Wedding ein Betretungsverbot, um die dortige Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Da hierdurch kaum eine Abschreckung stattfand und das bisherige Bußgeld ebenso wenig bewirkte, wird das Wildbaden im Plötzensee nun sehr viel teurer.
Allerdings handelt es sich bei den 228,50 Euro laut dem rbb nur um den Preis für diejenigen, die sich uneinsichtig zeigen. Wer gegenüber des Ordnungsamtes sein Verhalten zugibt und eine gewisse Reue zeigt, soll mit einem Bußgeld zwischen 5 und 55 Euro davonkommen.
