Bald wieder ÖPNV-Streik in Hamburg?
: So ist der aktuelle Stand

Wird im Hamburger Nahverkehr bald wieder gestreikt? So ist die aktuelle Lage.
Von
Lukas Böhl
Hamburg
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Warnstreik im Nahverkehr - Hamburg: 19.03.2026, Hamburg: Blick auf einen leeren Bahnsteig im U-Bahnhof Hagenbecks Tierpark. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen. Foto: Marcus Brandt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wie geht es jetzt weiter?

Marcus Brandt/dpa

Gleich zweimal innerhalb der vergangenen Woche wurde der Nahverkehr in Hamburg bestreikt. Sowohl am 19. März als auch am 21. März kam es zu Ausständen. Viele Hamburger fragen sich daher, was als Nächstes kommt. Die jüngsten Verhandlungen zwischen Verdi und den kommunalen Arbeitgebern fanden am Montag und Dienstag dieser Woche statt. Die schlechte Nachricht für alle Pendler ist, dass es bei diesen Terminen weiterhin zu keinem Abschluss kam. Wir haben nachgefragt, wie es nun weitergeht.

Droht bald wieder Streik?

Auf Anfrage unserer Zeitung beim Verdi-Landesbezirk Hamburg teilte uns eine Pressesprecherin mit, dass die Verhandlungen am Dienstag unterbrochen wurden und am Montag, den 30. März, weitergeführt werden sollen. Über den Verhandlungsstand habe man mit den Verhandlungspartnern Stillschweigen vereinbart.

Auch die Hamburger Hochbahn AG bestätigte uns auf Nachfrage, dass die Gespräche am Montag fortgeführt werden. Weitere Details zum Verhandlungsstand oder zu möglichen Streiks wurden nicht genannt. Es ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, dass bis Montag erneut in Hamburg gestreikt wird. Wie es danach weitergeht, bleibt abzuwarten.

Der weitere Verlauf hängt maßgeblich vom Ausgang der Gespräche am Montag ab. Zuletzt waren die Fronten verhärtet. Verdi bezeichnete die Tarifverhandlungen in einer Pressemeldung vom 19. März als „festgefahren wie nie“. Sollte in den kommenden Gesprächen wieder keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Streiks folgen.

Verdi kündigt Streiks rechtzeitig an

Sollte es in der Hansestadt erneut zu Streiks kommen, werden diese von Verdi in der Regel mit ein bis zwei Tagen Vorlauf angekündigt. So haben Betroffene die Möglichkeit, sich nach Alternativen umzuschauen. Die Verkehrsverbünde informieren ihre Fahrgäste ebenfalls rechtzeitig, sollte es zu neuen Streikankündigungen kommen.