Beliebteste Vornamen in der DDR
: Wer so heißt, trägt einen Namensklassiker aus dem Osten

Ostalgie pur: Ist dein Name unter den beliebtesten Ossi-Namen aus der DDR?
Von
Lisa Klopp-Jaber
Berlin
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ARCHIV - Im Kindergarten in Hohenschönhausen in Berlin veranstalten die Kinder eine «Tee-Party», aufgenommen im November 1987. Foto: Zentralbild (zu dpa-Korr. «Töpfchenzwang ade - Krippen sind in Ost und West längst Normalität» vom 16.04.2014) +++ dpa-Bildfunk +++

Im Kindergarten veranstalten Kinder eine „Tee-Party", aufgenommen im November 1987. Diese Namen trugen die Kinder in der DDR.

picture alliance/dpa

Jeder kennt sie – Silke und Torsten, Jahrgang 1965, Klassiker aus der DDR. Das waren zwei der beliebtesten Vornamen, die DDR-Babys bekamen. Wer erinnert sich an mehr DDR-Namen? Das waren die beliebtesten Vornamen in der DDR. Vielleicht ist dein Vorname mit dabei, wenn du ein Ossi bist.

Mehr nostalgische Beiträge rund um die DDR gibt es unter Ostalgie.

Das sind die Klassiker unter den DDR-Namen für Mädchen

Folgende Namen waren unter den meist vergebenen Mädchennamen in der DDR.

Anke

Von den 40ern bis in die 80er war Anke – „die Anmutige“ – einer der beliebtesten Vornamen in der DDR. In den 80er Jahren ließ der Trend dann nach. Der Name ist eine niederdeutsche und friesische Form der Namen Anne oder Anna.

Doreen

Doreen ist ein englischsprachiger Name und eine Form für Dora und Dorothea. Der eingedeutschte Name bedeutet „Geschenk Gottes“ und war in der DDR sehr beliebt.

Mandy

In den 70er, 80er und 90er Jahren war der Name Mandy einer der meist vergebenen Namen im Osten. Der Name bedeutet „liebenswert“.

Katja

Katja war 30 Jahre lang ein DDR-Klassiker, der sich von den 60ern bis in die 90er ganz oben in der Liste hielt. Der Name bedeutet „die Reine“.

Kerstin

Der Mädchenname Kerstin war bei den Eltern in der DDR ab den 50er Jahren Jahrzehnte lang sehr begehrt. Kerstin bedeutet „christlich“.

Nancy

Ab den 70ern, sicher auch unter dem Einfluss von der Sängerin Nancy Sinatra, wurde der Name Nancy im Osten sehr oft vergeben.

Silke

Einer der beliebtesten weiblichen Vornamen in den 60er und 70er Jahren war Silke. Übersetzt bedeutet er so viel wie „die Himmlische“.

Yvonne

Zwischen 1975 und 1980 war der französische Name Yvonne ein absoluter Trendname, mit der Bedeutung „die Bogenschützin“.

Michaela

Michaela ist biblischen Ursprungs und heißt „Wer ist wie Gott?“. Viele Mädchen, die in der DDR geboren wurden, besonders von den 60er bis 80er Jahren, wurden Michaela genannt.

Ute

Von 1940 bis 1960 war Ute einer der beliebtesten Vornamen in Ossi-Familien. „Besitz“ ist die Bedeutung des beliebten DDR-Namen.

Nicole

„Die Siegerin des Volkes“ war besonders in den 70ern und 80ern ein großer Trend unter den Vornamen für Mädchen in der DDR. Jeder kennt mindestens drei oder vier Nicoles, die zwischen 1970 und 1990 geboren wurden.

Heike

Heike bedeutet „die Herrscherin“, laut vorname.com, und wurde vom Kriegsende 1945 bis in die 60er Jahre gerne an neugeborene Mädchen vergeben.

Ulrike

In den 50ern begann der Trend, der Ende der 70er endete: Ulrike heißt „reiche Erbin“ und war ein beliebter Name bei den Ossis.

Ines

„Die Geweihte“, Ines, war ebenfalls ein begehrter DDR-Name für Mädchen. Tatsächlich ist der Name aber gar nicht deutsch, sondern spanisch.

Cindy

In den letzten Jahren vor der Wende kam der Namenstrend Cindy auf und hielt sich bis in die 90er Jahre. „Die Strahlende“ hatte ihren Trend Höhepunkt in den 80er Jahren.

So wurden die Jungs im Osten am häufigsten genannt

Diese Namen waren unter den beliebtesten Jungennamen in der DDR.

Heiko

Heiko ist die Kurzform von Heinrich und bedeutet „Herrscher“. Seinen Höhepunkt hatte der DDR-Namenstrend in den 60er und 70er Jahren.

René

Der französische Name René war von den 60ern bis in die 80er Jahre unter den Ossis sehr beliebt. Er galt als westlich und vornehm. „Der Wiedergeborene“ ist die Bedeutung des DDR-Klassikers.

Jörg

In den 60ern war die Kurzform des Namens Georg in der DDR-Kinderstube der Renner. Jörg bedeutet „der Landarbeiter“.

Dirk

Dirk war von 1940 bis Ende 1960  ein begehrter Jungenname im Osten und heißt „der mächtige Herrscher des Volkes“.

Holger

„Kämpfer von der Insel“ ist die Bedeutung von dem Namen Holger – einem der beliebtesten Vornamen für Jungen vor der Wende.

Andreas

In den 60ern und 70ern gehörte Andreas zu den meist vergebenen Jungennamen im Osten. Der Name trägt die Bedeutung „der Männliche“ und „der Tapfere“.

Toni

Toni bedeutet „aus dem Geschlecht der Antonier stammend“ und war im Osten ein beliebter Jungenname, obwohl er heutzutage eher als Unisex-Name bekannt ist.

Sven

Von 1960 bis 1990 war Sven einer der populärsten Vornamen. Er kommt ursprünglich aus Skandinavien und bedeutet „der junge Krieger“.

Jens

„Gott ist gnädig“ ist die Bedeutung von Jens. Wir alle kennen doch einen Jens aus dem Osten, oder? Zwischen 1945 und 1980 war das einer der oft vergebenen Jungennamen. Er stammt von dem Namen Johannes ab.

Uwe

Die Jungen, die im Osten geboren wurden, wurden bis in die 60er mit Vorliebe Uwe genannt. Der Name heißt „der Herrscher“.

Enrico

Auch Enrico war ein Namenstrend in der DDR. In den 70er und 80er Jahren war das einer der beliebtesten Namen, der „mächtiger Herr“ bedeutet.

Torsten

Torsten ist natürlich mit dabei. „Der Steinhammer von Thor“ wurde besonders gerne in den 60ern und 70ern in der DDR vergeben.

Steffen

Von den 60er Jahren bis Mitte der 80er war Steffen einer der beliebtesten Namen im Osten. Der Name bedeutet „der Siegeskranz“.

Lutz

Lutz hielt sich 40 Jahre lang, von 1940 bis 1970, unter den Top-100-Jungennamen der DDR, so familie.de.

Ronny

„Ratgebender Herrscher“ ist die Bedeutung des Ossi-Namenstrends Ronny, der besonders stark in den 70ern und 80ern war.

Diese Liste stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.