BER Berlin heute (25.9.)
: Aktuelle Wartezeiten nach dem Cyberangriff

Sind die Abläufe am Berliner Flughafen BER nach dem Hackerangriff weiterhin gestört? Die aktuelle Lage, Wartezeiten und was Reisende wissen müssen.
Von
Nicole Züge
Berlin
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Nachts auf dem Flugfeld des Flughafens BER: ARCHIV - 25.06.2025, Brandenburg, Schönefeld: Blick in der Nacht auf den Flughafen Berlin Brandenburg. Zahlreiche Tätigkeiten, die tagsüber nicht möglich sind, werden in der Nacht verrichtet. So z.B. die Wartung der Lichtanlagen auf dem Rollfeld. (zu dpa: «Brandenburg will am Airport-Nachtflugverbot nicht rütteln») Foto: Jörg Carstensen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Am Berliner Flughafen BER kam es nach einer Cyberattacke zu massiven Beeinträchtigungen. Der Betreiber hat sich nun mit einem Update gemeldet. so ist die Lage am BER Berlin am 25.9.

Jörg Carstensen/dpa

Am Berliner Flughafen BER mussten die Passagiere zum Wochenstart nach einem Cyberangriff mit längeren Wartezeiten rechnen. Erschwerend kam hinzu, dass zum üblichen Reiseverkehr an einem Wochenende auch die Marathon-Abreise anstand.

Hat sich die Lage inzwischen entspannt? Der Flughafenbetreiber hat sich mit einem Update gemeldet. So ist die Lage aktuell am BER heute (25.9.).

Flughafenbetreiber gibt Update zum Cyberangriff

Der Berliner Flughafen hat ein Update zu den Verzögerungen aufgrund des Cyberangriffs auf einen IT-Dienstleister gegeben. Reisende müssen jetzt ganz stark sein: Der Anbieter des Systems für die computergesteuerte Passagier- und Gepäckabfertigung hat dem Flughafen zufolge mitgeteilt, dass die Bereitstellung einer funktionsfähigen und sicheren Software noch mehrere Tage dauern könne. Es werde mit „Hochdruck an einer Lösung“ gearbeitet, heißt es in dem Rundschreiben von Mittwoch.

Eine gute Nachricht gibt es aber auch. Immerhin das Gepäck kann seit Dienstagmorgen (23.9.) wieder automatisch nach Flug sortiert werden. Auch das war zuvor nur händisch möglich, Berichten zufolge zeitweise durch die Unterstützung der Flughafenfeuerwehr.

Die Wartezeiten in den Terminals sind am Mittwochnachmittag jedoch relativ lang. Auf seiner Website meldet der BER zwischen 6 und 12 Minuten im Terminal 1, wer vom Terminal 2 aus startet, muss mit durchschnittlich 9 bis 14 Minuten Wartezeit rechnen.

Check-ins und Boarding: So soll es schneller gehen

Der Flughafen BER empfiehlt Passagieren erneut, den Online-Check-in der gebuchten Airline zu nutzen. So könne man Wartezeiten an den Schaltern vermeiden. Am schnellsten geht es derzeit über die Self-Service-Automaten in den Terminals. Dort können Reisende von insgesamt 19 angeschlossenen Fluggesellschaften selbst einchecken und ihre Bordkarten drucken. Im Anschluss kann das Gepäck an den sogenannten Fast-Bag-Drop-Stationen aufgegeben werden. Wer also in den kommenden Tagen vom BER aus fliegen möchte, sollte selbst aktiv werden.

Nach Cyberangriff: Verdächtiger festgenommen

Die Attacke auf den Softwaredienstleister für mehrere Flughäfen hatte an mehreren europäischen Airports Störungen ausgelöst, unter anderem am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER). Besonders stark betroffen war Brüssel, wo zahlreiche Flüge ausfielen. Auch in London und Dublin kam es zu Beeinträchtigungen.

Inzwischen hat die britische Polizei Berichten zufolge m Dienstagabend (23.9.) einen Mann in West Sussex in Südostengland festgenommen. Der Mann gilt als Verdächtiger, wurde aber inzwischen gegen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt, teilte die Kriminalpolizei NCA am Mittwoch mit. NCA-Vizedirektor Paul Foster erklärte, die Festnahme sei ein „positiver Schritt“, die Ermittlungen stünden aber noch am Anfang.