Bis zu 3.000 Euro Strafe
: Beliebtes Italien-Souvenir kann richtig teuer werden

Wer im Italien-Urlaub nicht aufpasst, riskiert Bußgelder von bis zu 3.000 Euro. Und das bei sehr beliebten Urlaubsaktivitäten, die zunächst ganz harmlos wirken.
Von
Nicole Züge
Ulm
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Italien ist nicht nur Dolce Vita, es gibt natürlich auch Regeln. Einige typische Touristen-Beschäftigungen können dabei richtig teuer werden.

Italien ist nicht nur Dolce Vita, es gibt natürlich auch Regeln. Einige typische Touristen-Beschäftigungen können dabei richtig teuer werden.

Andrea Warnecke/dpa

Jährlich kommen fast 7 Millionen deutsche Urlauber nach Italien. Sie sehnen sich nach „La Dolce Vita“ und sorglosen Tagen am Strand. Es gibt allerdings einige Dinge, die in Italien verboten sind. Darunter ist auch ein sehr beliebtes Souvenir. Wer das mitnimmt und dabei erwischt wird, muss mit Bußgeldern von bis zu 3.000 Euro Strafe rechnen.

Strandsand als Souvenir: Das kann schlimme Folgen haben

Was viele Urlauber nicht wissen: Der Besitz und Export von Natur- und Kulturgütern – dazu gehören beispielsweise Muscheln, Steine und Sand – kann in vielen beliebten Urlaubsländern schlimme Folgen haben. Der Grund: Muscheln, Steine, Schneckenhäuser und nicht zuletzt der Strandsand sind wichtig für den Erhalt lokaler Ökosysteme. Darum achten viele Länder darauf, dass Reisende diese Naturgüter nicht außer Landes bringen. Auch Italien gehört dazu. Auf Sardinien ist die Situation mittlerweile so eskaliert, dass ganze Strandabschnitte kameraüberwacht sind. Darüber hinaus wird auch an den Flughäfen kontrolliert.

Sand vom italienischen Strand: Das müssen Urlauber wissen

In Italien ist das Mitnehmen von Sand, aber auch von Muscheln oder Steinen verboten. Es gibt wenig Spielraum, selbst bei kleinen Mengen drohen Bußgelder von bis zu 3.000 Euro. Wer dagegen verstößt, muss also mit hohen Geldstrafen rechnen, die in den meisten Fällen ggf. sogar den Wert des Urlaubs übersteigen.

Auch das Auswärtige Amt (AA) warnt alle Reisenden vor dem Bußgeldkatalog: „Die Mitnahme von Sand an den Stränden ist in Italien untersagt“, heißt es in den Reisehinweisen des AA für Italien. Und weiter: „Auf Sardinien ist jede Art von Veränderung der Sandstrände oder die Mitnahme von Sand, Kiesel oder Quarzgestein, auch nur in kleinster Menge, gesetzlich verboten. Bei Nichtbeachtung dieser gesetzlichen Norm werden Sanktionen in Höhe von 500 EUR bis 3.000 EUR verhängt.“

Wer einen der berühmtesten Strände Sardiniens, den „Spiaggia della Pelosa“ im Norden der Insel besuchen möchte und eines der raren Eintrittstickets ergattert hat, sollte ganz genau aufpassen: Beim Verlassen des Traumstrandes muss man sich die Füße waschen. Selbst der Sand zwischen den Zehen darf den Strandabschnitt nicht verlassen, sonst drohen auch hier die oben genannten Strafen.

Weitere Regeln in Italien, die im Urlaub wichtig sind

Aber auch außerhalb des Strandes drohen Strafen für Touristen. Es scheint eigentlich normal, dass man an historischen Orten wie der Spanischen Treppe kein Picknick macht, dennoch scheinen dies derartig viele Menschen gemacht zu haben, dass Italien diese Unart per Bußgeldkatalog ahnden muss. Auch der Griff ins Wasser des Trevi-Brunnens kostet Bußgeld.

Darüber hinaus gibt es in mehreren Urlaubsorten Italiens, darunter vor allem süditalienische Urlaubsorte wie z.B. Sorrent, Tropea und Cagliari, ein Verbot, sich im öffentlichen Raum außerhalb von Badebereichen oberkörperfrei oder in Badekleidung aufzuhalten. Auch hier drohen Bußgelder: Zwischen 25 und 500 Euro kann die falsche Kleiderwahl hier kosten.